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Prüfer suchen Risse an Albertbrücke

An den Bögen drohen immer wieder Steine abzustürzen. Kritische Stellen sollen bis zur Sanierung gesichert werden.

Die Stadt sorgt jetzt dafür, dass von der desolaten Albertbrücke bis zur Sanierung nicht noch größere Gefahren ausgehen. Denn das historische Bauwerk verfällt zusehends.

Beim jüngsten Brücken-Tüv wurde es von den Experten mit der Note 4,0 bewertet, der schlechtesten aller möglichen in der Richtlinie für Bauwerksprüfung. Seit gestern lässt das Straßenbauamt an den Brückenbögen prüfen, ob sie noch für den Schiffsverkehr sicher sind.

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Fachleute des Berliner Ingenieurbüros Paul suchen nach Schäden, wie Rissen, losen Steinen und Verformungen, teilt die Stadt mit. Das geschieht von einem Schubschiff aus, auf dem eine Hebebühne steht. Auf der begutachten die Spezialisten die kritischen Stellen. Derartige Prüfungen müssen jetzt regelmäßig durchgeführt werden, um Gefahren auszuschließen. Die jetzige Untersuchung kostet 18 000 Euro.

Aus Stirnmauern, Brüstungen und Gewölbebögen der 1877 übergebenen Brücke hatten sich immer wieder Steine gelöst, die herabzustürzen drohten. Deshalb sind bereits im September vergangenen Jahres Teile der Fahrbahn gesperrt worden, um Erschütterungen zu reduzieren.

Im vergangenen Monat hatten mit Leitungsverlegungen die ersten Vorarbeiten an der Albertbrücke begonnen. Ende Mai fängt die Sanierung an. Zwei Monate später soll die Elbquerung bis Juni 2015 für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Straßenbahnen rollen dann in beide Richtungen über ein provisorisches Gleis. Geplant ist, die Sanierung spätestens im Juni 2016 zu beenden. (SZ/phi)