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Prügelei unter Döbelner Freunden

Warum es zur Schlägerei kam, ist sehr nebulös. Aber ist der Täter überhaupt schuldfähig? Ein Gerichtsbericht.

Bei einer handfesten Auseinandersetzung von zwei Männern im September vergangenen Jahres wurde einer der Beiden verletzt.
Bei einer handfesten Auseinandersetzung von zwei Männern im September vergangenen Jahres wurde einer der Beiden verletzt. © Claudia Hübschmann

Döbeln. Nach 20 Jahren wurde die Freundschaft von zwei Männern auf eine harte Probe gestellt. Im September vergangenen Jahres gerieten die beiden in Döbeln in Streit. Die handfeste Auseinandersetzung, bei der einer der Beiden verletzt wurde, wird jetzt vor Gericht zu Ende gebracht. An einer Strafverfolgung hat eigentlich keiner der beiden Männer ein Interesse. Die Staatsanwaltschaft schon.

Eigentlich ist es keine große Sache. Allerdings eine, die sich zieht. Nach dem ersten Verhandlungstermin im März folgte ein zweiter am Montag. Ein dritter Termin soll folgen. Richterin Ines Opitz will auf Antrag der Strafverteidigerin feststellen lassen, ob der 32-jährige Angeklagte zum Zeitpunkt der Prügelei schuldfähig war. Denn eines ist klar: Opfer und Täter waren erheblich alkoholisiert.

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Davon sprachen auch die Zeugen am Montag. Beide sind sehr jung. Ein Zeuge war zum Zeitpunkt der Tat gerade mal 15 Jahre alt, was die Richterin zu der erstaunten Frage veranlasste, ob es normal ist, dass er nachts nicht zu Hause ist. Der andere Zeuge ist sogar erst 13 Jahre alt. Sie hatten sich bei dem deutlich Älteren zu einem Spieleabend getroffen. Später sei der Angeklagte dazugekommen. Man beschloss mitten in der Nacht, Bier an der Tankstelle zu holen. Auf der Straße kam es dann zu einer Rangelei, die in einer Prügelei endete. 

Der Täter habe das Opfer erschreckt, sagte einer der Zeugen. Der Geschädigte habe nicht zurückgeschlagen, weil der andere doch sein Freund ist. Der Angeklagte soll sein Opfer mit dem Kopf auf die Bordsteinkante geschlagen haben, sagte der Zeuge aus. Der 13-jährige Zeuge, kann sich an die Ursache für die Prügelei nicht mehr erinnern. Nur daran, dass er vom Angeklagten einen Schlag ins Gesicht bekommen habe, als er mit der Polizei drohte. Das andere Opfer hatte Hämatome und eine Platzwunde am Kopf erlitten.

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