merken
PLUS

Pulsitz bekommt eine grüne Oase

Der Rast- und Spielplatz wird für die Bewohner des Dorfes und Radfahrer angelegt. Noch sind zu wenig Bänke geplant.

Von Sylvia Mende

Das wünschen sich die Pulsitzer schon lange. Auf dem Areal des ehemaligen Dorfteiches, der verfüllt wurde, soll ein Rast- und Spielplatz entstehen.

Fahrrad
Rauf auf den Sattel
Rauf auf den Sattel

Fit unterwegs und immer auf der Suche nach etwas Sehenswertem? Auf unserer Themenwelt Fahrrad gibt es ganz viel zu entdecken!

Wie dieser einmal aussehen könnte, stellte Planerin Maria Nollau den Gemeinderäten vor. Abstimmungen zu den Planungen gab es im Vorfeld mit den Dorfbewohnern, den Gemeinderäten und der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung. Besonders stark engagierte sich Gemeinderätin Anita Klingenberger für dieses Projekt. Dafür bedankten sich Gemeinderat Wolfram Hirsch und Bürgermeister Dirk Schilling (CDU).

Einig waren sich die an der Planung Beteiligten, dass es wenige Einbauten, dafür aber mit hoher Qualität geben soll. Im März sollte das Vorhaben inklusive der Planungsleistungen noch 65 000 Euro kosten. Das war zu viel. Deshalb erhielt die Planerin den Auftrag, die Kosten zu reduzieren, die sich nun auf 52 000 Euro belaufen. Die Gemeinde hofft, aus dem Fördertopf der Integrierten ländlichen Entwicklung (Ile) einen finanziellen Zuschuss zu bekommen. Dann müsste die Kommune einen Eigenanteil von 20 000 Euro aufbringen.

„Es soll ein Ort entstehen, der zum Treffpunkt der Dorfbewohner wird, der für Auftritte der ortsansässigen Theatergruppe und für Dorffeste genutzt werden kann“, sagte Planerin Maria Nollau. Mittelpunkt des Platzes ist ein Rondell, das mit Sitzblöcken aus Stein und Erdhügeln eingefasst ist. Die Fläche unter der geplanten Überdachung kann als Bühne oder als Unterstand und Schattenspender von den Radfahrern genutzt werden. Diese halten, wenn der Platz gestaltet ist, sicher öfter in Pulsitz an. Der Rast- und Spielplatz liegt direkt am Jahnataler Radweg. Das Rondell selbst wird mit Pflastersteinen befestigt, die während der Sanierung der angrenzenden Brückenstraße ausgebaut worden sind. Der zweite Bereich, im Plan gelb gekennzeichnet, ist der Spielplatz. Auf diesem sollen vor allem Spielgeräte aufgebaut werden, die von jüngeren Kindern genutzt werden sollen, da es im Nachbardorf Jahna einen Spielplatz für die älteren Kinder gibt. Damit kann der künftige Pulsitzer Spielplatz ein Ausflugsziel für die Kindergartenkinder aus Ostrau werden. Die Überdachung und das Spielgerät werden aus Rubinienholz sein, das witterungsbeständiger als andere Holzarten ist. Ansonsten werden Blütenhecken und Bäume eine grüne Oase im Dorfzentrum von Pulsitz bilden. Nur der Platz für das Aufstellen eines Festzeltes soll freigehalten werden.

Gemeinderätin Heike Grundmann fragte, ob an die entsprechenden Anschlüsse für die Technik und die Beleuchtung der Bühne gedacht worden sei. „Das ist nicht vorgesehen. Sollte Strom benötigt werden, müssen wir uns mit den Anwohnern einigen. Außerdem gibt es zwei Straßenlampen“, so der Bürgermeister.

Wolfram Hirsch kritisierte, dass es auf dem gesamten 1 200 Meter großen Platz nur eine Bank gibt. „Hier sollen sich auch die Rentner treffen können und da finde ich das zu wenig. Wir können die Senioren auch nicht auf den Steinen am Rondell sitzen lassen“, sagte Wolfram Hirsch. Unterstützung bekam er vom Gemeinderat Torsten Boin. „Wo ist das Problem, zwei Bänke mehr einzuplanen?“, fragte er. Die Planerin geht davon aus, dass diese Bänke rund 3 000 Euro kosten, da es sich um entsprechende Stadtmöbel handelt. „Die zwei weiteren Bänke können wir sicher auch noch aufstellen“, so der Bürgermeister.

Der vorgelegte Plan komme den Vorstellungen der Bürger sehr nahe. „Ich hätte mir allerdings gewünscht, die Änderungen mit interessierten Bürgern besprechen zu können“, sagte Gemeinderat Bernd Sonntag. Der gleichen Meinung war auch Wolfram Hirsch.