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Pulsnitz: Neue Baustelle im Stadtzentrum

Am Montag beginnt der Breitbandausbau auf einem besonders sensiblen Abschnitt. Guter Rat für Autofahrer: Die Stadt am besten meiden.

In Pulsnitz bringt der DSL-Ausbau ab Montag neue Verkehrseinschränkungen mit sich. Sven Füssel von der Firma Secutec stellt die entsprechenden Schilder auf.
In Pulsnitz bringt der DSL-Ausbau ab Montag neue Verkehrseinschränkungen mit sich. Sven Füssel von der Firma Secutec stellt die entsprechenden Schilder auf. © René Plaul

Pulsnitz. Die Monteure für das schnelle Internet in Pulsnitz wühlen sich seit Monaten  quer durch die Stadt. In den kommenden Wochen ist deshalb erneut mit Behinderungen für den Straßenverkehr auf der viel befahrenen Ortsdurchfahrt zu rechnen.

So wurde jetzt eine Baustellen-Ampel im Bereich Dresdner Straße und Bachstraße installiert, um den Verkehr ab 15. Juni in geordnete Bahnen zu lenken. Dann beginnen die Erdarbeiten auf der Robert-Koch-Straße vom Markt stadtauswärts. Die sollen bis in den Juli hinein laufen. Die Stadtverwaltung empfiehlt gerade für den Durchgangsverkehr, die Stadt Pulsnitz möglichst über die Autobahn zu umgehen. Auch um Wartezeiten an der Ampel zu vermeiden. 

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Die Arbeiten am Breitbandnetz kommen nun an einem besonders sensiblen Abschnitt an. So wird im Bereich der Brücke Dresdner Straße/Kochstraße die Pulsnitz gequert. Die Kabel sollen unter dem Fluss hindurchgeführt werden. Das ist in doppeltem Sinne wichtig. Zum einen sei es die Voraussetzung dafür, die Wohngebiete im Süden der Stadt, an der Weststraße zum Beispiel und Richtung Lichtenberg, zu erschließen, erklärt Bürgermeisterin Barbara Lüke (parteilos). 

Zum anderen steht noch ein weiteres großes Bauprojekt an, und das muss mit dem DSL-Bau abgestimmt sein, weil dafür Umleitungen nötig sind. Denn nach den Plänen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr wird die Pulsnitzbrücke abgerissen und neu gebaut. Die sehe zwar auf den ersten Blick vielleicht noch ganz gut aus, so Barbara Lüke. Aber die Fundamente seien nicht mehr sicher.

Brückenbau ab Ende Juni

Es gibt auch Gerüchte, die im Zusammenhang mit dem Brückenbau durch die Stadt gehen. Der Neubau habe angeblich vor allem das Ziel, die Trasse über Pulsnitz als offizielle Umleitung für den Autobahnverkehr auszuweisen - falls es dort Sperrungen gibt. Das Gerücht halte sich, sei aber falsch und der Unmut darüber unbegründet, so Barbara Lüke. Sie habe sich deshalb selbst an die Behörde in Dresden gewendet. Die habe versichert: Solche Pläne gab und gebe es nicht. Das sei schon wegen der beengten Straßenverhältnisse im Stadtzentrum nicht möglich. 

Die Landesbehörde verweist gegenüber Sächsische.de auf Schäden und Korrosionserscheinungen an der Brücke, die aus dem Jahr 1931 stammt. Dazu komme eine zu geringe Tragfähigkeit. Die Baubehörde rechnet mit Kosten von knapp 400.000 Euro.

Bis zum Baustart an der Brücke sollten in dem Bereich die DSL-Leitungen fertig verlegt sein. An der Brücke werde es nach Angaben der Stadt voraussichtlich gegen Ende Juni losgehen. Eine Bauzeit von etwa einem halben Jahr ist laut Landesamt geplant. In dieser Zeit muss die Staatsstraße voll gesperrt werden. 

Eine Umleitung ist innerorts vorgesehen von der Kreuzung Dresdner/Bachstraße über die Bachstraße bis zur Kreuzung Bach-/ Feldstraße. Hier soll die Umleitung auf die Feldstraße in Richtung Königsbrücker Straße geführt werden. Von der Kreuzung Feld-/Königsbrücker Straße erfolgt die Umleitung am Bahnhof vorbei auf die S 95. Busse sollen die selbe innerörtliche Umleitung nutzen, der Lkw-Verkehr dagegen weiträumig umgeleitet werden.

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