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Putzen, räumen, renovieren - in den Schulen wird gerackert

Wer glaubt, dass mit Ferienbeginn die Lichter in den Schulen ausgehen, der ist auf dem Holzweg. Jetzt wird schon alles fürs neue Schuljahr gerichtet.

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Von Gabriele Gelbrich

Die einen packen Umzugskartons, die anderen renovieren, putzen oder räumen aus – kaum eine Schule im Landkreis hat wirklich schon Ferien. Überall werkeln die Hausmeister, wirbeln die Reinigungskräfte, arbeiten die Lehrer, und manchmal sind auch Schüler in Aktion.

Renovieren in Ostrau

In der Ostrauer Grundschule riecht es schon am Schuleingang nach frischer Farbe. Für Hausmeister Harry Plato sind noch lange keine Sommerferien. „Wir renovieren gerade die beiden Klassenzimmer für unsere Schulanfänger“, erklärt Schulleiterin Ingrid Przewloka und freut sich, dass es im neuen Schuljahr nun doch zwei erste Klassen geben wird: „Es kommen 29 Kinder und damit haben wir die nötige Zahl erreicht, um mit den ersten Klassen zweizügig ins neue Schuljahr zu starten“, so die Schulleiterin.

Im ersten Klassenzimmer sind nur noch die nackten Wände zu sehen. Die Tapete ist bereits abgeweicht und steht in blaue Mülltüten verpackt zum Abholen bereit im Flur. Im neuen Schuljahr soll alles schmuck sein. „Die Renovierung der beiden Räume ist nicht alles“, erklärt Przewloka. Auch der Flur muss noch renoviert, alle Klassenzimmer grundgereinigt und die Fenster geputzt werden.

Im Gang vor der Tür der Aula im Döbelner Lessinggymnasium türmen sich die Stühle. „Wir haben den Saal ausgeräumt, weil das Parkett gereinigt und poliert wird“, berichtet Hausmeister Gerd May.

Putzen am Gymnasium

Wenn die Ferien beginnen, hat er – wie seine Kollegen an den anderen Schulen auch – alle Hände voll zu tun. Er arbeitet seit vielen Jahren als Schulhausmeister und weiß, wenn die Schulferien beginnen, muss er richtig ranklotzen: Die Fenster müssen verkittet werden, kaputte Wirbel ersetzt, Schlösser repariert, die Heizung überprüft und bei größeren Reparaturen Handwerker bestellt werden. Als Hausmeister müsse man schon in viele Beruf hineingerochen haben, sagt May. Er schnappt sich seinen Werkzeugkoffer, holt einen Schraubendreher hervor und zieht eine lockere Schraube am Fensterrahmen fest.

In der Mittelschule am Holländer wird seit Montag geräumt, ausgepackt, renoviert und altes Schulmaterial entsorgt. „Die vier Klassen der Mittelschule Döbeln Ost kommen jetzt zu uns“, erklärt Schulleiterin Katrin Wagner. Dafür wird nun Platz geschaffen und umgeräumt. Schon in der letzten Schulwoche habe man mit dem Umzug begonnen. „Unser Hausmeister Wieland Naumann hat alle Hände voll zu tun“, so Wagner, denn es sei nicht nur der Umzug zu koordinieren, auch liegen so noch genug andere Arbeiten an. Die Chemielehrerin Birgit Schiefer ist gerade mit vier ihrer Schüler dabei, einen alten Schulschrank zu beräumen.

Umzug nach Döbeln Nord

Fleißig ziehen sie alte Russischbücher hervor und trennen die vergilbten Buchrücken von den Seiten: „Wir sammeln das Papier unten im Container“, erklärt die Lehrerin. Die vier Jungs kommen bei den schweren Paketen richtig ins Schwitzen. Doch das stört sie nur wenig, denn das Altpapiergeld fließt am Ende in Klassenkasse.

Gegenüber in der Grundschule liegen draußen auf der Treppe jede Menge bunte Lego-Steine ausgebreitet. Kerstin Düriger ist gerade dabei, sie zu waschen. Auch hier ist ein Umzug im Gange: „Ende August können wir zurück in die Bauchlitzer Schule gehen“, erklärt Hortleiterin Karla Mühler. „Wir machen diese Woche das Spielzeug sauber und packen die Umzugskartons. Die Hortkinder besuchen über die Ferien die Kindertagesstätte „Bussibär“.