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Qualität der Pflege steht hier im Fokus

Vor 20 Jahren eröffnete das Pro Seniore in Großröhrsdorf. Der Mangel an Pflegekräften beschäftigt auch das Heim im Rödertal.

© Jonny Linke

Von Jonny Linke

Großröhrsdorf. Für die damalige Situation war das Pflegeheim recht groß angelegt: Vor 20 Jahren eröffnete in Großröhrsdorf das Pro Seniore. Kritiker in der Anfangszeit sahen darin wohl nicht das Erfolgsrezept. Die Realität zeigt ein anderes Bild. Das Gegenteil sei der Fall. Die Einrichtung könne nicht über mangelndes Interesse klagen.

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„Manch einem ist Großröhrsdorf vielleicht zu klein, aber wir lieben den dörflichen Charakter, da kennt man sich und hilft sich auch Freitagnachmittag mal unbürokratisch, damit die Bewohner am Wochenende gut versorgt sind“, sagt Residenzleiterin Susann Glücklich. Man mag fast meinen, ihr Name ist Programm. Auf den Fluren der Residenz herrscht in der Festwoche buntes Treiben. Überall stehen Blumengestecke von Gratulanten und im Außenbereich ist ein Zelt für die Bewohner aufgebaut. Mit Biertischen, Musik und Ausschankwagen.

„Wir waren sehr aufgeregt, was die ganze Woche so bringen wird. Doch die Bewohner haben unser Programm super angenommen und eine tolle Abwechslung zum Jubiläum erleben dürfen“, sagte Susann Glücklich. So begann das aufregende Treiben mit einem Jubiläumsempfang am letzten Dienstag, bei welchem mehrere Hundert Gäste die Feierlichkeit besuchten und ihre Glückwünsche überbrachten. Ende der Vorwoche dann der große Bieranstich im Festzelt mit Musik und Eis, denn am Wochenende fand das Sommerfest mit dem Motto „50er Jahre“ statt. „Es macht sehr viel Spaß, die Bemühungen eines Jahres an Vorbereitung so fruchten zu sehen“, sagt Susann Glücklich. Und auch viele der aktuellen Bewohner sahen das genauso.

Bei lockeren Gesprächen, etwas Musik aus dem Hintergrund und dem ein oder anderem Bier oder Eis konnten die Senioren die Zeit genießen. „Ich bin gerade erst seit einem Jahr hier und bin fasziniert von dieser Woche. Die so schon netten und hilfsbereiten Mitarbeiter geben sich noch mehr Mühe, uns glücklich zu machen. Man sieht anhand des großen Interesses der Bewohner, wie toll diese Woche ist. Das find ich alles sehr schön“, sagt die 98-jährige Maria Schmidt. Auch die 84-jährige Ruth Heine genießt die Zeit im Freien und bei netten Gesprächen mit ihren Mädels am Tisch. Und dass sich viele alte und bekannte Gesichter wiederfanden, liegt an der Größe des Hauses.

Mit einem Altenheim und einer Pflegestation wohnen aktuell rund 250 Senioren im Gebäude. „Wir haben für die Bewältigung aller Aufgaben rund 120 Mitarbeiter hier vor Ort“, sagt Residenzleiterin Susann Glücklich. Doch wie geht es in der Zukunft weiter? Fachkräfte fehlen und der Bedarf an Plätzen wächst. „Auch wir sind vom Fachkräftemangel nicht verschont geblieben. Unsere Firma bietet jetzt eine erhöhte Ausbildungsvergütung an, um junge Menschen für den Job etwas mehr begeistern zu können. Doch langsam ist die Politik gefragt, wichtige Stellschrauben zu drehen“, sagt Susann Glücklich. Natürlich sehe sie den Bedarf an mehr Betreuungs- und Pflegeplätzen, doch anhand der gegebenen Situation ist für sie der Weg klar. Das Heim sei mit 250 Plätzen schon sehr groß. Deshalb lege sie Wert auf ein  qualitativ hochwertiges Angebot, um „den Bewohnern eine wundervolle Zeit zu bieten. Das haben sie einfach verdient“. Ein Anbau oder eine Vergrößerung sei deshalb in den nächsten Jahren nicht in Planung.