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Rabenau legt Maßnahmen zum Lärmschutz fest

Zum Neubaugebiet Talblick hatte das Landratsamt Anmerkungen. Nicht alle werden im Bebauungsplan berücksichtigt.

Um dem Lärm entgegenzuwirken, werden passive Lärmschutzmaßnahmen vorgeschlagen.
Um dem Lärm entgegenzuwirken, werden passive Lärmschutzmaßnahmen vorgeschlagen. © Symbolfoto: dpa

Der Rabenauer Stadtrat hat den zweiten Entwurf des Bebauungsplans „Talblick“ beschlossen und eingegangene Stellungnahmen abgewogen. Das Landratsamt hatte verschiedene Punkte angemerkt, darunter die Entwässerung des Fußweges, die Lage der Löschwasserzisterne an der Obernaundorfer Straße und die Straßenlärmproblematik.

In einigen Punkten folgte die Stadt den Vorschlägen: Der Fußweg wird nun nicht wie bisher vorgesehen über Einläufe auf der Obernaundorfer Straße entwässert, sondern das Wasser soll in den parallel verlaufenden Grünflächen versickern. Andere Punkte wurden zurückgewiesen: Am Standort der Löschwasserzisterne hält die Stadt hingegen fest. Diese in Richtung Wohngebiet zu verschieben, sei aus feuerwehrtaktischen Gründen ungünstig, sagte Bürgermeister Thomas Paul (CDU).

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Außerdem hatte das Landratsamt Bedenken hinsichtlich des Straßenverkehrslärms. Denn am Neubaugebiet führt die Kreisstraße K 9070, die Obernaundorfer Straße entlang. Deshalb wurde eine Schallimmissionsprognose erstellt. Geprüft wurde, ob die vorgegebenen Werte eingehalten werden. Etwa 3.000 Autos fahren über einen Zeitraum von 24 Stunden auf der Straße.

Die Untersuchung ergab, dass die schalltechnischen Orientierungswerte für das Wohngebiet bis zu einem Abstand von circa 30 Metern von der Straße nicht eingehalten werden. Vorgegeben sind 55 Dezibel tagsüber und 45 Dezibel nachts. Die Überschreitungen liegen bei maximal fünf Dezibel. Um dem Lärm entgegenzuwirken, werden passive Lärmschutzmaßnahmen vorgeschlagen, etwa ein Gesamt-Bauschalldämmmaß und fensterunabhängige Lüftungseinrichtungen. Aktive Lärmschutzmaßnahmen, wie etwa zwei bis drei Meter hohe Lärmschutzwände, seien nicht ausreichend wirkungsvoll und behindern außerdem die Einfahrt zum Wohngebiet, so Bürgermeister Thomas Paul.

Der geänderte Entwurf des Bebauungsplans soll vom 23. September bis 7. Oktober erneut öffentlich im Rathaus ausgelegt werden.

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