Merken
PLUS Plus

Rabenauer bekommen Stolperfalle nicht in den Griff

Der Fußweg an der Lindenstraße ist marode. Ein Neubau scheitert bisher am Straßenausbau. Nun muss improvisiert werden.

Von Annett Heyse

Eigentlich ist die Rabenauerin Helga Liebig noch recht gut zu Fuß. Ihre Einkäufe erledigt sie deshalb am liebsten selbst und macht sich dazu öfters mit ihrem kleinen Einkaufstrolley auf den Weg ins Stadtzentrum. Doch jedes Mal, wenn sie dabei von der Bahnhofsstraße kommend die Lindenstraße hinaufläuft, muss sie besonders gut aufpassen. „Der Fußweg ist derart schlecht geworden, dass man ihn kaum noch benutzen kann“, berichtet sie.

Einkaufen und Schenken
Nur einen Klick entfernt
Nur einen Klick entfernt

Hier erhalten Sie nützliche Tipps und die aktuellsten Neuigkeiten rund ums Thema Einkaufen und Geschenke aus Ihrer Region.

Pflastersteine seien herausgebrochen, überall Unebenheiten, stellenweise müsse man auf der Straße laufen. Vor dem Winter graut es ihr schon. „Dann kann man da gar nicht mehr lang, und geräumt wird auch nicht“, befürchtet sie. „Es muss wohl erst so weit kommen, dass sich hier jemand den Fuß bricht.“ Helga Liebig hat sich schon bei der Stadtverwaltung beschwert und nachgefragt, wann der Fußweg endlich mal repariert wird. „Aber es geht einfach nichts los“, sagt sie.

Im Rabenauer Rathaus ist die Kritik dennoch angekommen. „Ja, der Fußweg ist schlecht“, gibt Bürgermeister Thomas Paul (CDU) zu. Der städtische Winterdienst habe wegen der vielen Löcher und Ausbrüche auch schon über Schwierigkeiten beim Räumen geklagt. Es gibt Bodenverwerfungen, die Steine sind locker und teilweise herausgebrochen. Außerdem würden immer wieder große Fahrzeuge über die Bordsteine fahren, wenn sie auf der teilweise engen Lindenstraße aneinander vorbeimüssen. Paul: „Eigentlich muss der Fußweg komplett neu aufgebaut werden.“

Eigentlich. Denn ein Fußwegneubau kommt erst infrage, wenn auch die Lindenstraße – eine Staatsstraße – grundhaft saniert wird. Dafür wäre das Land Sachsen zuständig. Doch ein Ausbau ist laut Stadtverwaltung überhaupt nicht geplant. Dem städtischen Bauamt von Rabenau bleibt nun nichts weiter übrig, als den Gehweg wenigstens notdürftig zu flicken. Dies solle noch vor dem Winter geschehen, so der Bürgermeister: „Wir werden die schadhaften Stellen ausbessern und dort, wo vorhanden, auch das Pflaster wieder ordentlich einsetzen.“ Es ist ein Provisorium, mehr aber auch nicht. Helga Liebig wäre ja schon froh, wenn überhaupt etwas am Zustand des Gehwegs gemacht wird: „Wir Unterrabenauer müssen da lang, wenn wir zum Einkaufen wollen.“