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Radeberg: Großeinsatz im Krankenhaus

In der Klinik hatten Unbekannte ein Feuer gelegt. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung. Doch die hatte es in sich.

Von Thomas Drendel
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Hektik vor der Asklepios-ASB Klinik Radeberg: Am Donnerstag fuhren mehrere Rettungsfahrzeuge vor. Die Brandmeldeanlage hatte Alarm gegeben. Glücklicherweise war es eine Übung.
Hektik vor der Asklepios-ASB Klinik Radeberg: Am Donnerstag fuhren mehrere Rettungsfahrzeuge vor. Die Brandmeldeanlage hatte Alarm gegeben. Glücklicherweise war es eine Übung. © Steffen Unger

Alarmsirenen, Löschzüge mit Blaulicht und dutzende Rettungskräfte. In der Asklepios-ASB Klinik Radeberg hat es am Donnerstagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungssanitätern gegeben. Auf den Fluren war dichter Rauch zu sehen, verletzte Personen lagen auf dem Boden. Der Alarm wurde 16.10 Uhr durch eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Schnell waren die Rettungskräfte am Einsatzort, zunächst die Sanitäter aus der benachbarten DRK-Rettungswache. Wenig später trafen Fahrzeuge der Wehren Radeberg Stadt, Liegau, Großerkmannsdorf und Ullersdorf ein. Eine Drehleiter wird zum Bergen der Verletzten vorbereitet. Insgesamt waren rund 50 Rettungskräfte im Einsatz. Die Pulsnitzer Straße wurde vor der Klinik halbseitig gesperrt.

Als die Feuerwehrleute in das Haus vordrangen, entdeckten sie eine Frau, die mit schweren Brandwunden bewusstlos am Boden lag. In einem benachbarten Raum, fanden sie einen bewusstlosen Mann. Auf der Station 4 war ein Feuer ausgebrochen. Unbekannte haben in einem Entsorgungsraum gezündelt, dort brannte es lichterloh. Dichter Rauch breitete sich schnell in den Gängen aus. Ein Horrorszenario.

Glücklicherweise handelt es sich um eine Übung. Der Rauch kommt aus einer speziellen Maschine, die Verletzten werden von Mitarbeitern des Krankenhauses dargestellt. Die Feuerwehrleute wussten bis zuletzt nicht, dass es sich um eine Übung handelte. Eingeweiht waren nur die Führungskräfte. An den entscheidenden Stellen im Krankenhaus stehen Beobachter, die den Ablauf genau protokollieren. „Wir als Krankenhaus haben die Übung organisiert. Uns geht es darum, dass im Ernstfall die Abläufe reibungslos funktionieren“, sagte Klinik-Geschäftsführer Florian Rupp. „Natürlich profitiert auch die Feuerwehr von dem Übungseinsatz. Wir lernen die Besonderheiten des Hauses kennen. Außerdem ist so eine realitätsnahe Übung das beste Training“, sagte Frank Höhme, Chef der Radeberger Feuerwehr. Er war als Beobachter dabei.

Verletzte wurden zunächst von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.
Verletzte wurden zunächst von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. © Steffen Unger
Einige Opfer lagen beim Eintreffen der Retter bewusstlos am Boden.
Einige Opfer lagen beim Eintreffen der Retter bewusstlos am Boden. © Steffen Unger
Rettungssanitäter übernahmen die Erstversorgung der Verletzten.
Rettungssanitäter übernahmen die Erstversorgung der Verletzten. © Steffen Unger
Der Ablauf der Übung wurde von mehreren Beobachtern akribisch protokolliert.
Der Ablauf der Übung wurde von mehreren Beobachtern akribisch protokolliert. © Steffen Unger

Inzwischen wurden die Verletzten von Feuerwehrleuten mit schwerem Atemgerät aus dem Gefahrenbereich geholt. Anschließend übernahmen Notfallsanitäter und der Notarzt die erste Behandlung. Die Übung verlief unter realitätsnahen Bedingungen. Das Krankenhaus war mit 136 Patienten voll belegt. Sie wurden allerdings in den vergangenen Tagen bereits über das Geschehen informiert. „Ich glaube, die meisten unserer Patienten haben vollstes Verständnis dafür, dass es in diesen ein, zwei Stunden vielleicht etwas lauter in und vor der Klinik zugeht als üblich“, sagt Florian Rupp. Gegen 16.45 Uhr kommt die Meldung: Alle Verletzten geborgen. Florian Rupp konnte zum Schluss eine positive Bilanz ziehen: „Der Einsatz verlief reibungslos. Die Feuerwehren waren in einer guten Zeit vor Ort und auch die Rettung der Verletzten gelang schnell.“