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Radeberg liebt den Süden

Die Wohngegend am Heiderand in der Südvorstadt ist attraktiv. Und wird nun noch attraktiver.

© Iproconsult Dresden

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Der Süden ist nicht nur in Sachen Urlaubsplanung bei den Radebergern gefragt; sondern auch fürs Wohnen. Die Südvorstadt, am Rand zur Heide, ist von der Lage her attraktiv – und bekommt jetzt jede Menge interessanter Wohn-Ideen.

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Spannendes neues Farbkonzept in den Blöcken entlang der Waldstraße.
Spannendes neues Farbkonzept in den Blöcken entlang der Waldstraße. © Wohnungsbaugenossenschaft Radeberg
Farbenfroh und größer: Die Balkons an der Waldstraße 9 bis 19 sind erneuert.
Farbenfroh und größer: Die Balkons an der Waldstraße 9 bis 19 sind erneuert. © Wohnungsbaugenossenschaft Radeberg
Blumenmotive in Glas – und viel frische Farbe. Attraktive Gestaltung.
Blumenmotive in Glas – und viel frische Farbe. Attraktive Gestaltung. © Wohnungsbaugenossenschaft Radeberg

Im kommenden Jahr will die Radeberger Wohnungsgenossenschaft an der Waldstraße bekanntlich mit dem Bau eines ganz besonderen Wohn-Projektes beginnen: ein Mehrgenerationen-Wohnen soll dann auf der Fläche der 2008 abgerissenen alten Hans-Beimler-Schule wachsen. „Und die ersten Interessenten haben sich schon bei uns registrieren lassen“, kann Genossenschafts-Chefin Susann Sembdner sogar bereits verkünden. „Das Interesse an unserem Projekt ist also wirklich groß“, freut sie sich. Der Grundstückskauf ist im Juli über die Bühne gegangen – eine Nachricht, die Susann Sembdner allerdings bereits seit 2009 verkünden wollte. Solange musste die Genossenschaft an dem Projekt sozusagen „baggern“. Denn leicht war es nicht, unter anderem die zahlreichen immer wieder neuen bürokratischen Hürden zu überspringen. So gehörte die Fläche beispielsweise nach Ansicht des für Baugenehmigungen zuständigen Landratsamtes in Bautzen plötzlich zum sogenannten Außenbereich. Ein Bereich, in dem nur in Ausnahmefällen und zudem mithilfe eines extra auf den Weg gebrachten Bebauungsplans gebaut werden darf. Und das, obwohl auf dem der Stadt Radeberg gehörenden Areal ja wie erwähnt jahrelang eine Schule samt Turnhalle gestanden hatte, das Areal also schon mal bebaut gewesen ist. Gemeinsam konnten Genossenschaft und Stadt diese Hürde mithilfe des erwähnten Extra-Bebauungsplans überspringen.

Und so soll nun ab dem kommenden Jahr hier ein Gebäudekomplex wachsen, mit 40 unterschiedlich großen Wohnungen. Ein Komplex, in dem dann auch Mieter unterschiedlicher Generationen gemeinsam leben werden, die sich gegenseitig unterstützen sollen. „Ohne Zwang natürlich, das soll alles von allein wachsen“, macht die Genossenschafts-Chefin regelmäßig klar, wenn sie über das spannende Projekt erzählt. Junge Familien mit Kindern zum Beispiel könnten sich um die Einkäufe für ältere Mitbewohner kümmern – während die Senioren dann im Gegenzug auf die Kinder aufpassen, wenn die Eltern mal länger arbeiten müssen.

Im Architketurwettbewerb für das Projekt hatte sich dann das Dresdner Architekturbüro Iproconsult durchgesetzt; mit einem Entwurf, „der optisch sehr gut auf die Fläche zwischen der Dresdner Heide und den Wohnblöcken an der Waldstraße passt“, findet die Genossenschafts-Chefin.

In Sachen Architektur tut die Radeberger Wohnungsbaugenossenschaft aber auch aktuell schon eine Menge entlang der Waldstraße. Derzeit werden ja beispielsweise die Wohnblöcke Waldstraße 9 bis 19 mit größeren Balkonen und modernen Aufzügen versehen – und es wird auch ein spannendes Farbkonzept umgesetzt (SZ berichtete). Gut 4,5 Millionen Euro investiert die Genossenschaft. Balkons, Aufzüge und auch die Treppenhäuser sind nun in einer einheitlichen Farbe gestaltet, wobei jeder Hauseingang seine eigene Farbe bekommt. Zudem hat jeder Hauseingang auch gleich noch einen eigenen Namen bekommen. „Pflanzennamen, die sich an der nahen Heide orientieren“, beschreibt Susann Sembdner. „Dieses Farbkonzept hilft nun zum Beispiel Kindern, sich gut zu orientieren“, so die Genossenschafts-Chefin.

Die ersten drei Hauseingänge konnten vergangenen Freitag übergeben werden; bis Jahresende folgen die restlichen bis zur Nummer 19. Insgesamt 110 Wohnungen werden dann noch ein Stück attraktiver sein. Und der Süden insgesamt.