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Radeberg plant einen Bierdeckelpfad

In Fußwegen eingelassene Bierdeckel aus Edelstahl sollen Besucher zu den Sehenswürdigkeiten der Bierstadt leiten.

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Von Jens Fritzsche

Die Umsetzung einer grandiosen Tourismus-Idee für die Bierstadt Radeberg rückt in greifbare Nähe: Ein Bierdeckel-Pfad könnte sich demnächst vom Bahnhof, an der Brauerei entlang, die Hauptstraße hinauf, über den Marktplatz bis hin zu Schloss Klippenstein schlängeln. Touristen könnten durch in die Fußwege eingelassene Bierdeckel aus Edelstahl zu den touristischen und kulinarischen Attraktionen der Radeberger Innenstadt geleitet werden.

Geboren wurde die Idee schon vor einiger Zeit in der Radeberger Arbeitsgemeinschaft Tourismus – in der sich Radeberger Hoteliers, die Brauerei, die Likörfabrik, der Gewerbeverein und die Stadt zusammengeschlossen haben, um den Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Bierstadt weiter auszubauen. Die Stadt hatte auch bereits „vorsichtshalber“ Geld in den Haushalten der vergangenen Jahre eingeplant – „allerdings ohne konkret zu wissen, was das Ganze wirklich kosten könnte, aber wir wollten einfach vorbereitet sein“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Denn zunächst war noch ein wichtiger Schritt zu gehen: „Wir mussten uns ja erst mal im Groben einig werden, wie die Bierdeckel aussehen sollen und wo der Weg entlang führen könnte“, erklärte Gewerbevereinschef Detlev Dauphin während der jüngsten Vereinssitzung, auf der auch über das Thema Bierdeckelpfad gesprochen worden war. Klar ist: Die Idee, die Bierdeckel nachts sogar leuchten zu lassen, ist verworfen worden. Auch kratzfestes Glas ist kein Thema mehr, die Bierdeckel sollen nun aus Edelstahl gefertigt werden. „Also kann jetzt der nächste Schritt folgen“, so Stadtsprecher Wähnert. Jetzt können Angebote von Herstellerfirmen eingeholt werden. „Dann wissen wir, wie teuer das Ganze tatsächlich wird – und erst dann können wir natürlich konkret über die Zuschusshöhe aus dem städtischen Haushalt für das Projekt reden“, fügt er an.

Eine Realisierung bis zum großen Stadtjubiläum 2012 ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, heißt es.