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Wird das EKZ trotz Corona pünktlich fertig?

Die Krise betrifft auch Radeberg. Aber wie steht es mit ihrem Einfluss auf laufende Großprojekte wie das EKZ? Ein aktueller Blick hinter die Bauzäune.

So wird das Einkaufszentrum in Radeberg künftig aussehen. Es wird in Silberberg Center umbenannt.
So wird das Einkaufszentrum in Radeberg künftig aussehen. Es wird in Silberberg Center umbenannt. © Defama AG

Die Werbeschilder hängen noch am Einkaufszentrum EKZ in Radeberg: Fashion In, Schmuckgeschäft, Street one. Fast als Beweis, dass hier noch vor wenigen Wochen die Geschäfte geöffnet hatten. Denn jetzt ist es hier menschenleer. Die SZ konnte einen Blick hinter den Bauzaun werfen. Bauleiter Florian Tebel von der Firma IN-Bau aus Langenhagen in Niedersachsen gibt Auskunft.

Die Mall ist nicht wieder zu erkennen. Hier konnten Kunden an den Schaufenstern vorbeischlendern. Jetzt erinnern nur noch die typischen Fenster im Dach an den Fußgängerbereich.
Die Mall ist nicht wieder zu erkennen. Hier konnten Kunden an den Schaufenstern vorbeischlendern. Jetzt erinnern nur noch die typischen Fenster im Dach an den Fußgängerbereich. © Marion Doering

Wirkt sich die Corona-Krise auf die Arbeiten am EKZ aus?

Während Geschäfte geschlossen sind und viele Betriebe ihre Beschäftigten ins Homeoffice geschickt haben, gehen die Arbeiten an Radebergs Einkaufszentrum weiter. Handwerker mauern oder beseitigen den Bauschutt. „Hier auf der Baustelle gibt es bisher keine Einschränkungen. Die Kollegen arbeiten hier und der Nachschub von Baumaterial funktioniert ebenfalls“, sagt Florian Tebel. Nur in einem Bereich gab es vor einigen Tagen eine Verzögerung. Eine Firma hatte Mitarbeiter aus Polen für Abrissarbeiten beschäftigt. Sie konnten wegen der Grenzschließungen nicht auf die Baustelle kommen. Inzwischen sind wieder genügend Arbeiter hier und der Verzug ist aufgeholt. Laut Forian Tebel wird auch der Abstand zwischen den Kollegen eingehalten, um eine Ansteckung zu vermeiden. „Wir haben hier ja sehr viel Platz.“

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Wie sieht der weitere Bauablauf im EKZ aus?

Von Radebergs Einkaufszentrum stehen momentan nur noch die Außenwände, die meisten Fenster wurden entfernt. Innen steht kaum noch eine Wand. Das Dach wird von vielen Pfeilern gehalten. Das EKZ ist eine große leere Halle, durch die der kalte Wind fegt. „Über das Wetter konnten wir uns als Bauleute in diesem Winter ja nicht beschweren. Jetzt könnte es aber schon etwas wärmer sein.“ Zu Ostern wollen die Firmen die Abbrucharbeiten abgeschlossen haben. „Als Nächstes werden wir mit der Sanierung des Daches beginnen. Parallel dazu ziehen wir neuen Innenwände hoch.“ Die Mall, also der Fußgängerbereich, im Innern wird verkürzt. Die gesamte Aufteilung im Innern wird verändert. „Dann beginnen wir schon, die ersten Kanäle für Be- und Entlüftung zu installieren.“ Ab Mitte Mai ist die Installation der Elektroanlage und der anderen Medien geplant.

Die Fassade des Einkaufszentrums hat sich komplett verändert. Fenster und Eingangstüren fehlen. Hier wird die neue Klinkerwand errichtet.
Die Fassade des Einkaufszentrums hat sich komplett verändert. Fenster und Eingangstüren fehlen. Hier wird die neue Klinkerwand errichtet. © Marion Doering

Wann wir mit der Klinkerfassade begonnen?

Die Klinkerfassade wird auf der von der Badstraße abgewandten Seite, also der „Parkplatzseite“ errichtet werden. Sie ist höher als die jetzige und wird das Aussehen des neuen Centers maßgeblich bestimmen. „Auch damit werden wir bald beginnen. In drei bis vier Wochen wird der große Graben vor dem EKZ geschlossen, dann werden die Fundamente vorbereitet und anschließend wird die Konstruktion errichtet.“ Parallel dazu sollen auch die anderen Außenwände erneuert werden. Sie erhalten ja einen neuen Putz und einen neuen Anstrich. Verändert werden auch die Wege vom Parkplatz zu den beiden Centereingängen. Sie werden flacher gestaltet und verschoben, da auch die Centertüren enger zusammenrücken. In acht bis zehn Wochen werden die Arbeiten an den Zuwegen beginnen.

Wo noch vor wenigen Wochen Regale mit Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln standen, rangieren jetzt Baufahrzeuge.
Wo noch vor wenigen Wochen Regale mit Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln standen, rangieren jetzt Baufahrzeuge. © Marion Doering

Kann der Termin trotz Epidemie gehalten werden?

Bauleiter Florian Tebel ist sehr zuversichtlich. „Momentan gibt es keinen Bauverzug. Ich sehe derzeit auch nicht, dass es irgendwo zu Verzögerungen kommt. Also gehe ich fest davon aus, dass die Eröffnung zum geplanten Termin Anfang November kommen wird.“ In den Verträgen mit den künftigen Mietern ist festgelegt, dass sie bereits vor diesem Datum in den Räumen ihre Regale, Kassen und Theken installieren können. „Auch diese Termine werden wir einhalten. Bis November sind noch sieben Monate Zeit. Sie werden reichen.“

Was erwartet die Radeberger nach dem Umbau?

Die Eigentümerin, die Defama Deutsche Fachmarkt AG, investiert mehr als neun Millionen Euro in den Umbau. Kunden werden künftig neben dem Discounter Aldi ein Kik-Modegeschäft, eine Filiale des Drogerie-Marktes DM, das Modegeschäft Ernstings Family, sowie Biomarkt, das beliebte Centerbistro, Uhren/Schmuck, Friseur, Reisebüro, Blumenladen und weitere Geschäfte vorfinden. Das EKZ wird in Silberberg Center umbenannt.

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