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Radeberg

Zahl der Grippekranken steigt

Vergangene Woche verdoppelte sich im Landkreis die Zahl der Influenzafälle. Eine weitere Zunahme wird erwartet.

Fieber, Atemprobleme, Gliederschmerzen: Bei einer Grippe sollte sich jeder schonen. Damit es nicht so weit kommt, rät Amtsärztin Jana Gärtner zur Impfung.
Fieber, Atemprobleme, Gliederschmerzen: Bei einer Grippe sollte sich jeder schonen. Damit es nicht so weit kommt, rät Amtsärztin Jana Gärtner zur Impfung. © dpa

Die Grippewelle gewinnt offenbar an Fahrt. In Dresden gab es einen ersten Todesfall. Nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt sind sachsenweit derzeit 913 Menschen an Influenza erkrankt. Das sind dreimal so viele Fälle wie zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Im Landkreis Bautzen liegt die Zahl der Erkrankungen nach Angaben des Landratsamtes bei 128. Das sind etwas mehr Fälle als vor einem Jahr. Damals wurden 106 Fälle gemeldet. Allein in der zurückliegenden Woche kamen im Landkreis 68 Fälle dazu. 

Nach Einschätzung von Amtsärztin Dr. Jana Gärtner läuft die Grippesaison gerade an. „Das zeigt der Anstieg in der vergangenen Woche. Wir haben auch das passende Wetter dazu. Es ist feucht und kühl und wechselhaft. Das trägt zu einer Ausbreitung des Virus bei.“ Der Höhepunkt der Grippesaison werde meist Ende Februar, Anfang März erreicht. Sie rät allen, sich noch gegen Grippe impfen zu lassen. „Mit dem Impfstoff können die derzeitigen Virenstämme wirksam bekämpft werden. Etwa fünf bis zehn Tage nach der Impfung ist der Schutz wirksam. Das ist rechtzeitig vor dem Höhepunkt der Grippesaison.“

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In Schulen im Rödertal ist die Grippewelle offenbar noch nicht angekommen. Nach Angaben von Alexandra Baumgärtel, Schulleiterin der Grundschule Liegau-Augustusbad, liegt der Krankenstand bei ihren Schülern im für diese Jahreszeit normalen Bereich. „Wir haben momentan keine besonders hohe Krankenrate“, sagt sie. „Bei den Lehrern ist derzeit nicht ein einziger krank. Der Unterricht kann also wie geplant stattfinden.“

Schulen bisher kaum betroffen

An der Ottendorfer Oberschule ist bisher kein einziger Schüler an der Influenza erkrankt. Sicher gebe es in dieser Jahreszeit den ein oder anderen Schüler, der wegen einer Erkältung zuhause bleibe, teilt das Sekretariat der Schule mit. Man hofft, bis zum Beginn der Winterferien ab 10. Februar von einer Grippewelle verschont zu bleiben. Auch an der Ludwig-Richter-Schule in Radeberg ist die Situation entspannt. „Wir haben keinen erhöhten Krankenstand“, sagt Schulleiterin Peggy May.

 Allerdings hätten die vergangenen Jahre gezeigt, dass einzelne Kinder eine Infektion aus den Ferien mitgebracht hätten. „Wir hoffen, dass das diesmal nicht passiert.“ An der Pestalozzi-Oberschule in Radeberg sind nach Auskunft des Sekretariats mehrere Lehrer erkrankt. 

Am Beruflichen Schulzentrum Radeberg gibt es laut Schulleiter Lutz Loewens keine erhöhte Krankenrate. „Sie entspricht der Jahreszeit“, sagt er. Am Humboldt-Gymnasium Radeberg hat es laut stellvertretendem Schulleiter Andreas Känner bisher zwei Influenza-Fälle gegeben. Was die Gründe für sonstige Krankmeldungen sind, wisse die Schulleitung nicht. „Über nicht meldepflichtige Erkrankungen dürfen wir kein Buch führen“, sagte er.

An der Asklepios-ASB Klinik Radeberg wird seit einiger Zeit per Schnelltest in der Notfallambulanz geprüft, ob eine Erkrankung an Influenza A oder B vorliegt. Binnen 15 Minuten zeigt er ein Ergebnis an. So kann nach einem positiven Befund sofort mit der richtigen Behandlung begonnen werden. Die Patienten werden in Einzelzimmern untergebracht. Pflegepersonal und Ärzteteam tragen während der Behandlung einen Mund-Nasen-Schutz, bei engerem Kontakt mit dem Patienten zusätzlich Schutzkittel und Handschuhe. Am Eingang der Klinik, auf den Stationen und in allen Patientenzimmern hängen Desinfektionsmittelspender, an denen sich jeder die Hände desinfizieren kann.

Allerdings ist laut Hygienefachfrau Gabi Hempel die Zahl der Influenzafälle noch gering. „Sie liegt bei uns derzeit im einstelligen Bereich. Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Zahlen meist erst im Februar oder März nach oben gehen“, sagt sie. In der Grippesaison 2018/19 wurden ihren Angaben zufolge 188 Patienten mit Symptomen getestet. Davon waren 50 an Influenza erkrankt. Nur drei davon am Typ B, der Rest an Influenza A. In der Saison 2017 waren 17 Patienten positiv auf Influenza A getestet worden, 55 positiv auf Influenza B.

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