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Radeberger kümmert sich um Wärme für Südafrika

Produkte der Firma Energiedepot stehen in einer Bank in Johannesburg. Aber das war nur der Anfang einer engen Geschäftsbeziehung.

Von Jens Fritzsche

Bei den aktuellen fast schon tropischen Hochsommertemperaturen möchten wohl die meisten von uns gar nicht an das Thema Wärme denken. Bei Rolf Förster ist das anders. Er denkt quasi immer an Wärme – denn das ist sein Job. Rolf Förster ist Chef der Radeberger Firma Energiedepot im Gewerbepark an der Heidestraße und kümmert sich hier um die Entwicklung kompletter Wärmesysteme. In deren Mittelpunkt steht der sogenannte Wärmehamster. Ein Wärmespeicher, der vereinfacht gesagt ein gedämmter Kunststofftank ist, in dem erwärmtes Wasser gespeichert wird. Ergänzt wird das Ganze zum Beispiel durch Holzpellet-Heizungen oder auch mit Solar-Anlagen. „Ein effizientes System, das auf jeden Kundenwunsch zugeschnitten werden kann“, beschreibt der Radeberger.

Late Night Shopping Dresden
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Und begeistert damit jetzt sogar Kunden in Afrika. In Südafrika nämlich. Dieser Tage brachte ein Transporter Bauteile für drei große 10 000 Liter-Wärme-Speicher von Radeberg nach Bremerhaven, von wo aus sie dann auf dem Seeweg nach Südafrika gebracht und vor Ort montiert werden. Wobei das nicht der erste Radeberger Wärmespeicher ist, der seinen Weg nach Südafrika gefunden hat. Ein Wärmehamster steht schon seit einigen Monaten in der ABSA-Bank in Johannisburg.

Den Weg nach Südafrika bahnte dabei eine südafrikanische Firma. „Ein Unternehmen, das sich dort mit der Entwicklung von Energiekonzepten für Kunden beschäftigt, also mit ähnlichen Angeboten befasst wie wir es hier tun“, beschreibt Rolf Förster. Der südafrikanische Firmenchef hat dabei nicht nur in Deutschland studiert, sondern hat auch deutsche Wurzeln. Seine Großeltern waren einst von Deutschland ans Kap der Guten Hoffnung ausgewandert. „Und als er nun für ein Projekt große Wärmespeicher suchte, war er im Internet auf uns gestoßen und hat den Kontakt mit uns gesucht“, freut sich Rolf Förster. Im vergangenen September war der südafrikanische Partner dann nach Radeberg gekommen, „und wir haben hier mehrere Tage lang besprochen, wie die Zusammenarbeit aussehen soll – und am Ende eine Vereinbarung abgeschlossen“, beschreibt er. Und aus dieser Vereinbarung heraus reisen nun die drei großen Speicher nach Südafrika. „Und es werden noch weitere Aufträge folgen“, ist Rolf Förster begeistert.

Dabei ist der Radeberger Unternehmer froh, einen Partner vor Ort gefunden zu haben. Denn die Bedürfnisse in Südafrika „sind eben doch andere, als bei unseren Kunden hier in Europa“, beschreibt Rolf Förster. Die Kundenwünsche in Deutschland und beispielsweise der Schweiz oder Polen, wohin die Radeberger ebenfalls liefern, unterscheiden sich kaum. „Aber in Südafrika ist schon einiges anders – dort spielt beispielsweise das Thema Frostschutz keine Rolle“.

Seit gut sechs Jahren gibt es die Firma Energiedepot nun schon in Radeberg. Von anfangs drei Mitarbeitern wuchs das Unternehmen auf acht – dazu gehören auch zwei Auszubildende.