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Radeberger Straße in Großröhrsdorf bis Weihnachten frei?

Die Bauarbeiten sind sehr zügig vorangekommen. Nun soll es ohne Umleitung durch den Winter gehen.

Von Reiner Hanke

Das anhaltend schöne Wetter im Sommer und Herbst hat die Bauleute auf der Radeberger Straße in Großröhrsdorf, der S  158, bisher verwöhnt. Manchmal waren fünf Bagger gleichzeitig und noch eine Walze unterwegs. Gestern zum Beispiel, um mit dem Geh- und Radweg voranzukommen. Wenn jetzt nichts dazwischenkommt, dann wird die Straße zwar noch nicht ganz fertig sein, aber über den Winter für den Verkehr freigegeben werden können. Die Stadt habe massiv darauf gedrängt, so Bürgermeisterin Kerstin Ternes. Denn während der Wintermonate sei die derzeitige Umgehungstrasse Wetterkapriolen besonders heftig ausgeliefert, vor allem Schneeverwehungen von den Feldern. Es sei schwer, die Trasse schneefrei zu halten.

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Mit der Umgehung hatte die Stadt schon im vorigen Winter ihre Not. Das könnte der Stadt nun erspart bleiben. Bis zum 20. Dezember soll die Straße samt Rad-/Gehweg zumindest durchgängig befahrbar sein. Der Tiefbau sei weit fortgeschritten. Derzeit läuft im letzten Bauabschnitt noch der Straßenbau zwischen der Firma Isoliererzeugnisse Großröhrsdorf und der Flegel GmbH. Hier fehlt noch der Asphalt. Bis Anfang November müssen die Straßenborde und die Einläufe gesetzt und Schächte an die neue Straßenhöhe angepasst werden. Auch etliche der neuen Straßenlampen glänzen schon silbrig im Sonnenlicht. Noch dieser Tage sollen wieder die Asphaltmaschinen anrollen. „Ein Termin zur Freigabe der Brücke Arnsdorfer Weg kann derzeit noch nicht genannt werden“, heißt es aus dem Bauamt. Vorrangig wird derzeit an der Brücke an der Einmündung in die Wasserstraße gearbeitet. Dort ist noch einiges zu betonieren.

Durch den Straßenbau auf der Radeberger Straße müssen auch Bushaltestellen in der Niederstadt ein Stück verschoben werden. Das hänge laut Stadt mit dem Brückenbau am Arnsdorfer Weg und mit dem Radwegbau zusammen. Durch den Brückenbau komme die Straße etwa 20 Zentimeter höher, und es sei am alten Standort auch nicht mehr genug Platz für das Wartehaus. Wie weit die Tiefbauer mit dem Asphalt bis Weihnachten kommen, ist noch nicht ganz raus. Das hänge vom Wetter ab. Aber auch, wenn noch eine Schicht fehle, soll der Verkehr rollen können. Fest steht dagegen, dass 2014 nur noch Restarbeiten zu erledigen sein werden. Damit kommt der Bau trotz des zurückliegenden langen Winters weit schneller voran, als ursprünglich geplant bis Ende August 2014. Im kommenden Jahr sind noch Arbeiten an den sogenannten Nebenanlagen zu erwarten. Dazu gehören beispielsweise Straßenlampen. Voraussichtlich müssen noch Grundstücke der Anlieger mit der neuen Trasse verbunden und angeglichen werden. Auch gepflanzt und begrünt wird wahrscheinlich erst 2014.

3,6 Millionen Euro investieren Freistaat und Kommune in das letzte Stück der Großröhrsdorfer Ortsdurchfahrt. Es sind die letzten 1,5 Kilometer auf der Strecke von Hauswalde bis zum Großröhrsdorfer Ortsausgang – gut acht Kilometer. Kurz nach der Wende war mit dem Ausbau begonnen worden, der 2014 seinen Abschluss findet.