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Radebeul baut weiter an Schulen und Straßen

Beim Neujahrsempfang lobt OB Wendsche das Bündnis Buntes Radebeul und sagt, wie die Stadt unverwechselbar bleibt.

Von Ines Scholze-Luft

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Was haben wir im vergangenen Jahr geschafft, was wollen wir 2015 erreichen? Darüber sprach Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) gestern Abend beim Neujahrsempfang in den Landesbühnen vor mehr als 300 Gästen, darunter Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU), Staatsminister Martin Dulig (SPD) und Landrat Arndt Steinbach (CDU).

Das Jubiläum 25 Jahre deutsche Einheit nahm der OB zum Anlass, um auf das alltägliche Zusammenleben in der Stadt zu schauen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte Bert Wendsche das Grundgesetz. Das gilt für jeden Menschen, sagte er. Für jeden Inländer und jeden Gast, egal ob Tourist, Dienstreisender oder Hilfesuchender. „Was im Angesicht der aufgrund der weltweiten kriegerischen Konflikte ansteigenden Flüchtlingszahlen an Solidarität und Unterstützung für Menschen anderer Nationalität auch in unserer Stadt geleistet wurde und wird, verdient größten Respekt, egal ob von Kirchen oder Behörden, ob vom einzelnen Bürger oder von Vereinen.“ Dabei erwähnte der OB besonders das Bündnis Buntes Radebeul.

Den Herausforderungen der Zeit müsse sich jeder stellen, dabei sich und sein Tun hinterfragen. Das gelte auch für die Politik. Bert Wendsche: „Wurden die Menschen in ihrer Vielfalt wirklich stets ausreichend ernst genommen? Sollten sich nicht alle zuerst einmal selbst befragen, warum sich so zahlreiche Menschen abgewandt haben, anstatt sie zu verurteilen?“

Wie der OB sagte, hat Deutschland aktuell zwar die höchsten Steuereinnahmen seiner Geschichte, diskutiert aber trotzdem über immer neue Abgaben. Für Radebeul bleibe es dabei: Die Stadtverwaltung könne nur das ausgeben, was sie eingenommen hat. Aber nicht durch höhere Steuern, sondern durch höhere Einkommens- und Wirtschaftskraft. Dafür stehen auch die laufenden Projekte wie der Abschluss der Grundschulsanierungen in Naundorf und an der Schillerschule sowie der Beginn der Arbeiten am Pestalozzihaus des Lößnitzgymnasiums. Auf der Tagesordnung finden sich außerdem der grundhafte Ausbau der Kötzschenbrodaer Straße und die Vorbereitung der beiden kommenden Bauabschnitte der Meißner Straße. Nicht zu vergessen die nächsten Projekte im Sanierungsgebiet Radebeul-Ost mit den Schwerpunkten barrierearmer Rathauskomplex und neue Touristinformation.

Der OB zeigte sich sicher, dass all das beiträgt zur Unverwechselbarkeit der Stadt, die auch durch den anhaltenden Zuzug bestätigt wird. Das könnte noch verstärkt werden durch den Einsatz für besondere Bauten, mit denen sich die Radebeuler identifizieren können. Beispielsweise für die Friedensburg in der Einheit von denkmalgeschützter Hülle und überkommener Funktion als Gaststätte. Respekt verdiene auch die Initiative des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen zur Neuerschließung des Bismarckturms.

Nicht zuletzt machte der OB auf Karl May aufmerksam. Der Stadtrat habe sich 2014 für die Erweiterung des Sanierungsgebietes Radebeul-Ost bis hin zu Lutherkirche und Karl-May-Museum entschieden. So könne dem Karl-May-Museum neue Lebendigkeit eingehaucht werden. Durch gemeinsames Bemühen von privater Stiftung, Stadt und Bürgerschaft.

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