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Radebeul fährt viel mehr Rad

Die TU Dresden ermittelt im Verkehrsverhalten, dass die Bürger sogar Vorbild in Sachsen sind.

Das Rad als Verkehrsmittel wird in Radebeul immer beliebter.
Das Rad als Verkehrsmittel wird in Radebeul immer beliebter. © Arvid Müller

Radebeul. Die Bürger in Radebeul sind Radfahrer, und das zunehmend. Die neueste Studie der TU Dresden belegt: Es gibt in der Stadt 47 Prozent mehr Radfahrten zwischen 2013 und 2018.

17 Prozent aller Wege in Radebeul werden mit dem Rad zurückgelegt. Dies zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie System repräsentativer Verkehrserhebung (SrV) 2018, mit der die TU Dresden alle fünf Jahre das Verkehrsverhalten in deutschen Städten erhebt. 2013 lag der Radverkehrsanteil in der Stadt noch bei 11,6 Prozent. Damit verzeichnet Radebeul mit einer Steigerung von 47 Prozent einen der höchsten Radverkehrszuwächse in allen beobachteten Städten in Sachsen.

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Aufforderung für mehr Radwege

Janek Mücksch, Mitglied im Vorstand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Sachsen, freut sich über die wachsende Popularität des Rades: „Wenn mehr Menschen Rad fahren, ist es in der Stadt weniger laut, die Luft wird sauberer, die Menschen sind gesünder und es gibt weniger Staus. Die Stadt muss den Veränderungen gerecht werden und dem Rad mehr Platz einräumen.“ Dass Radebeul Gründungsmitglied von Rad.SN, der im März 2019 neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen, ist, sieht er dabei als hoffnungsvolles Zeichen.

Nichtsdestotrotz werde in anderen sächsischen Städten wie Coswig, Markkleeberg oder Delitzsch noch viel mehr Rad gefahren, weil die Städte mit der Förderung des Radverkehrs schon etwas weiter sind. „Der Radebeuler Stadtrat muss jetzt weitere Maßnahmen ergreifen, damit die Wege der Radebeuler mit dem Rad komfortabler, einfacher und sicherer werden“, so Mücksch. Beim Fahrradklima-Test des ADFC im gleichen Jahr sagten 78 Prozent der Radebeuler, dass sie sich auf dem Rad gefährdet fühlen.

Die SrV-Studie zeigt deutlich, wie wichtig das Fortbewegungsmittel Fahrrad in Radebeul ist: 46 Prozent der Radebeuler geben an, mindestens einmal pro Woche mit dem Rad zu fahren. Nur 14 Prozent nutzen das Fahrrad überhaupt nicht – in keiner anderen sächsischen Stadt fällt dieser Wert geringer aus. Ein durchschnittlicher Radebeuler Haushalt verfügt über 1,98 Fahrräder und 0,98 Autos. Fünf Prozent der Fahrräder in Radebeul haben inzwischen eine elektrische Unterstützung.

Die Studien der TU zum Verkehr werden bereits seit 1972 erhoben.

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