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Radebeul gibt viel Geld für die Kultur

Der Statistik zufolge engagiert sich die Stadt im Landkreis Meißen am stärksten.

Die Stadt Radebeul hat jetzt im Statistischen Landesamt ermitteln lassen, wie hoch der Einsatz der Großen Kreisstädte im Kreis Meißen bei den Kulturausgaben ist.

Dabei geht es um das sogenannte kommunale kulturelle Eigenengagement. Mit 62,01 Euro pro Einwohner liegt Radebeul im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011 vor Großenhain, Coswig, Riesa und Meißen. Demnach sind die Radebeuler Ausgaben ständig gestiegen: von 51,82 Euro 2009 auf 70,54 Euro 2011. Der Landkreis belegt mit durchschnittlich 12,45 Euro pro Einwohner den Schlussplatz.

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Insgesamt ist das Kreisgebiet Meißen – also alle Städte, Gemeinden und der Landkreis selbst – mit 41,89 Euro pro Einwohner vertreten. Im Vergleich: Der Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge bringt es auf 28,53 Euro pro Einwohner für die Jahre 2009 bis 2011. Beide Landkreise bilden einen Kulturraum. Das kulturelle Eigenengagement ist auch der Maßstab, nach dem das Land seine Kulturmittel auf die jeweiligen Kulturräume verteilt.

Die größten Anteile bei den Kulturausgaben der Stadt Radebeul waren im Jahr 2012 OB Bert Wendsche zufolge 700 000 Euro für die Landesbühnen (ab 2013 400 000 Euro), 230 000 Euro für die Stiftung Hoflößnitz sowie Zuschüsse von rund 98 000 Euro für die Musikschule und von 72 000 Euro für das Karl-May-Museum. Einnahmen sind im Prinzip die Eintrittsgelder, so die Stadt. Die Differenz zwischen den Einnahmen und Ausgaben, geteilt durch die Bevölkerungszahl, ergibt das kulturelle Engagement. (SZ/IL)