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Radebeul wehrt sich gegen Elbeparkausbau

Radebeul/Dresden. Mit Besorgnis sehen die Einzelhändler in Radebeul dem geplanten Ausbau des Dresdner Elbeparks um weitere 8000 Quadratmeter entgegen. Laut Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos)...

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Von Nicole Laube

Radebeul/Dresden. Mit Besorgnis sehen die Einzelhändler in Radebeul dem geplanten Ausbau des Dresdner Elbeparks um weitere 8000 Quadratmeter entgegen.

Laut Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) seien dabei vor allem die hinzukommenden „innenstadtrelevanten Sortimente“ im Elbepark problematisch – das heißt Textil-, Schuh- und Kleinwaren. „Die Radebeuler Händler müssen dann mit einem Verlust der Kaufkraft um bis zu 16 Prozent rechnen“, sagt auch Roland Schreckenbach, der Vorsitzende des Vereins für Handel und Gewerbe in Radebeul Ost. Gemeinsam wollen Stadt und Handel dem drohenden Kundenverlust entgegen wirken.

Laut Baugesetz müssen die Betroffenen bei einer Änderung des Bebauungsplanes mit einbezogen werden. Die Radebeuler Einwände gegen den Elbeparkausbau seien aber nicht genügend beachtet worden, sagt Oberbürgermeister Wendsche. Die Stadt behalte sich vor, gegen den Beschluss des Dresdner Stadtrates zu klagen.

Die Einkaufsmöglichkeiten in Radebeul sollen attraktiver gestaltet werden. Stadt und Investoren wollen den sogenannten „Krater“ am Bahnhof Radebeul Ost ausbauen und das Angebot auf der Hauptstraße unter anderem um einen Lebensmittelmarkt ergänzen.

Auch die Händler selbst haben einiges geplant, um weiterhin Kunden auf die Hauptstraße zu locken. Laut Roland Schreckenbach wird es im August erstmals ein Weinfest geben, der Weihnachtsmarkt soll erweitert werden und für 2010 ist eine Kasperiade geplant. Ein Flyer macht auf Aktionen aufmerksam.