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Radebeuler Wache verschlingt die meisten Fördergelder

Die Feuerwehren in Radebeul, Krögis und Scharfenberg bauen ein neues Depot, die Meißner bekommen ein Fahrzeug.

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Von Jürgen Birkhahn

Die Städte und Gemeinden im Landkreis Meißen investieren kräftig in ihre Feuerwehren. 247 000 Euro Fördermittel sind bereits 2007 für Vorhaben in diesem Jahr genehmigt worden. Wie viel Geld in diesem Jahr insgesamt fließt, ist noch unklar, sagt Kreisbrandmeister Gerd Nestler. Die Wunschliste sei lang, die Prioritäten aber klar gesetzt.

Meissen

Ein neues Fahrzeug soll die Wehr der Kreisstadt bekommen. 70 000 Euro Fördergeld hat es dafür bereits gegeben, in diesem Jahr kommen noch einmal 17 000 Euro dazu. Dann muss die Stadt noch etwa 140000 Euro drauflegen. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug - so die amtliche Bezeichnung - soll ein altes Tanklöschfahrzeug ersetzen, sagt Wehrleiter Bernd Schneider. Das alte Fahrzeug ist 26 Jahre alt. „Dafür gibt es gar keine Ersatzteile mehr“, so Schneider.

Radebeul

Im Mai soll der Neubau der Feuerwache in Radebeul West fertig werden. Es ist die größte Investition bei den Wehren im Landkreis. „Der Bau verschlingt insgesamt 600 000 Euro Fördergelder“, sagt Nestler. Da bleibe für andere Objekte nicht viel übrig. In der Feuerwache entstehen neben der Fahrzeughalle Werkstatt und Schulungsraum, und es wird endlich Wasch- und Duschräume für die Kameraden geben.

Scharfenberg

Vor einem Jahr haben die Scharfenberger ein neues Fahrzeug bekommen, jetzt bauen sie ein Gerätehaus. Das Gebäude wird über zwei Fahrzeugstellplätze, einen Sanitärtrakt und einen Schulungsraum verfügen. Die Gemeinde investiert hier zwischen 350000 und 400000 Euro. Nach der Fertigstellung besitzen alle Wehren in Klipphausen ein neues Gerätehaus.

Krögis

Hier wird ebenfalls an einem Gerätehaus gebaut. Der alte Gasthof soll dazu ausgebaut werden. Sanitär- und Schulungsräume entstehen und es soll Platz für Veranstaltungen geben. „Das alte Depot entspricht nicht mehr den Anforderungen“, sagt Wehrleiter Günter Altermann.

Diera-Zehren

Nachdem im letzten Jahr die Niederlommatzscher ein neues Depot bekommen haben, freuen sich jetzt die Dieraer auf bessere Bedingungen. 320 000 Euro soll er Bau kosten, der nur errichtet wird, wenn es Fördermittel gibt, sagt Bürgermeister Friedmar Haufe (parteilos).

Grossdobritz

Kreisbrandmeister Nestler zeigt sich da skeptisch - auch was den Wunsch der Großdobritzer angeht. Auf ihr neues Gerätehaus werden sie wohl noch warten müssen. Striegnitz und Bärnsdorf stehen ebenfalls auf der Warteliste.

Rausslitz

Ein neues Fahrzeug hat die Wehr in der Gemeinde Ketzerbachtal dringend nötig. Aber auch ein neues Gerätehaus steht im Plan. „Fördermittel haben wir für beides beantragt“, sagt Bürgermeister Lutz Grübler, der sich allerdings keine großen Hoffnungen macht, dass der Wunsch der Feuerwehr in diesem Jahr in Erfüllung geht.

„Im vergangenen Jahr haben wir zu diesem Zeitpunkt schon die Bescheide gehabt, jetzt ist alles noch vage“, sagt Gerd Nestler. „Selbst auf unseren Antrag nach zusätzlichen Mitteln gab es keinerlei Reaktion im Innenministerium. Das ist ein Zustand, der uns nicht zufrieden stellt“, so der oberste Feuerwehrmann im Landkreis.