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Radeburger Angler bewirtschaften jetzt den Schafteich

Mit der Jugendgruppe des Vereins soll dort eine wirtschaftliche Fischzucht betrieben werden, um derenArbeitzufinanzieren.

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Das kleine Schild am Damm des Schafteiches in Berbisdorf verräte es: Der Anglerverein Radeburg 1931 e.V. ist neuer Pächter dieses der Stadt Radeburg gehörenden Gewässers. Zum Jahreswechsel hat das Bewirtschaftungskollektiv der Angel-Service GmbH des Anglerverbandes Elbflorenz Dresden seine Arbeit im Teich beendet.

„Durch den Verkauf der beiden Seidelteiche in Berbisdorf und dem ständigen Wassermangel im Zeisigbuschteich war es im Schafteich allein nicht mehr möglich, wie bisher Satzfische für die Angelgewässer wirtschaftlich aufzuziehen“, erklärt Thomas Ley, der 1. Vorsitzende des Radeburger Anglervereins. Der Fischnachwuchs kommt künftig aus der vom Anglerverband übernommenen ehemaligen Teichwirtschaft Kreher in Zschorna.

„Wir wollen den Schafteich nun für unsere Kinder- und Jugendarbeit nutzen“, erzählt Ley. Allerdings soll der Petrijüngerer-Nachwuchs dort nicht etwa das Angeln lernen. „Das ist im Schafteich verboten“, ergänzt der Vereinschef.

Schaufischen im Oktober

Vielmehr will der Verein den Teich für eine wirtschaftliche Fischzucht nutzen. Wie etwa in den Teichen der Moritzburger Teichwirtschaft werden die Karpfen dort groß gefüttert und dann im Herbst abgefischt. „Anfang Oktober wird es daher erstmals ein kleines Schaufischen geben“, verrät Lutz Rogge, der Schatzmeister des Vereins. Verkauft werden sollen die Speisefische zum Abfischen, beim Vogelscheuchenfest und auf dem Weihnachtsmarkt. „Der dabei erwirtschaftete Gewinn wird in unsere Jugendarbeit fließen“, ergänzt Rogge. So zum Beispiel in die Finanzierung des alljährlichen Angellagers für den Nachwuchs am Knappensee.

Hausgewässer werden gepflegt

„Zur Jahreshauptversammlung im März wollen wir unseren gut 160 Mitgliedern auch vorschlagen, Jugendlichen künftig die 25 Euro Aufnahmegebühr zu erlassen“, sagt der Vorsitzende. Derzeit hat der Verein 18 Mitglieder im Alter zwischen neun und 20 Jahren.

Die Schafteich-Bewirtschaftung soll aber auch noch einen anderen Nutzen haben: „Die Jungangler werden dort lernen, wie man einen Teich mit Satzfischen besetzt und diese aufzieht“, so Ley. Zudem erfahren die jungen Leute, welche Arbeiten an Gewässern im Rahmen des Landschafts- und Naturschutzes notwendig sind.

Dieses Wissen können die Nachwuchsangler gut gebrauchen. Schließlich führt der Radeburger Verein an den drei von ihm betreuten Angelgewässern – dem Stausee, der Großen Röder und dem Blauen Loch – jährlich vier Arbeitseinsätze durch.

Wieder im Stausee angeln

Auch wenn die Radeburger nicht nur dort angeln, „warten wir natürlich schon darauf, dass sich der Stausee nach Abschluss der gegenwärtigen Bauarbeiten wieder mit Wasser füllt“, so Ley. „Allerdings wird es zwei Jahre dauern, bis nach dem Neubesatz dort wieder Fische geangelt werden, die es sich auch lohnt, mitzunehmen“, ergänzt Rogge.Sven Görner

www.av-radeburg.de