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Radlader brennt vollkommen aus

Ein technischer Defekt setzt das Fahrzeug des Landhandel Skäßchen in Flammen. Der Fahrer kann sich gerade so retten.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Uwe Baude fährt am Vormittag mit seinem Radlader von Oelsnitz nach Weißig a.R. Der Mitarbeiter des Landhandel Skäßchen will das Fahrzeug nur umsetzen. Plötzlich sieht er kurz hinterm Ortsausgang Oelsnitz Rauch aus seinem Untersatz aufsteigen, und die Kardanwelle fällt ab. „Dann schlugen schon die Flammen bis in Augenhöhe“, sagt der Fahrer und schluckt. Das war knapp.

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Mit einem kühnen Sprung kann er sich aus dem bereits brennenden Fahrzeug retten. Doch der Radlader brennt völlig aus. Eine technische Störung, ein Defekt hat den Brand ausgelöst, vermutet er noch an der Unfallstelle. Unter dem Fahrzeug hat es sogar den Asphalt aufgeschmolzen. Von seinem Radlader bleibt nur ein verkohltes Metallgerippe übrig. Bloß das Nummernschild ragt unversehrt in die Höhe.

Sofort hat Uwe Baude seine Firma angerufen. Die alarmiert ihrerseits Feuerwehr und Polizei. Die Wehren aus Oelsnitz, Weißig und Blochwitz sind mit elf Kameraden rasch zur Stelle und löschen mit Nassschaum. An den Straßenrändern sieht es später aus, als habe es geschneit. Am Radlader entsteht Totalschaden. Acht Jahre alt war die Maschine. Das könnten 20 000 Euro Schaden sein. Doch Uwe Baude und seine herbeigeeilten Kollegen wollen sich nicht festlegen. „Das muss die Versicherung beurteilen“, heißt es nur.

Auch der Straßenschaden wird repariert werden müssen. Vorerst ist das betroffene Stück halbseitig abgesperrt. Die fahruntüchtige Baumaschine musste gestern noch mit einem Tieflader abtransportiert werden. Wie die Polizei mitteilt, dauern die Ermittlungen an. Dabei wird auch festgestellt, wer für die Reparatur der Straße – einer Kreisstraße – zuständig ist. Die betroffene Firma wollte sich gestern zu dem Vorfall nicht mehr äußern.