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Radler ignorieren Bauarbeiten

Am Oder-Neiße-Radweg werden derzeit die Schäden von der Flut beseitigt – eigentlich unter Vollsperrung.

Von Thomas Christmann

Offiziell ist die Strecke im Klosterwald nicht befahrbar. Doch manchen scheinen die Bauarbeiten am Oder-Neiße-Radweg zwischen Ostritz und Hirschfelde nicht zu stören. Immer wieder wird der Stadtverwaltung von Radlern berichtet, die dort trotzdem durchfahren oder es zumindest versuchen. „Das ist gefährlich“, sagt Gundel Mitter vom Bauamt in Ostritz. So wird momentan der Hang am Weg mit großen Steinen gesichert. Dadurch kommen ständig Laster. Ein Bagger steht für die Arbeiten mitten auf der Fahrbahn. Eigentlich sei kein Durchkommen, sagt Frau Mitter. Das Hochwasser der Neiße hatte den Radweg im Sommer 2010 stark beschädigt. Die Arbeiten zwischen Ostritz und Hirschfelde begannen bereits 2013, mussten aber im Winter ruhen. Wegen der günstigen Witterung laufen diese seit Mitte März weiter.

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Ein Schild am Tor des Klosters St. Marienthal weist auch auf die Baustelle und Vollsperrung hin. Doch das nehmen die Radler anscheinend nicht wahr. Ein möglicher Grund: Auf den ersten 2,4 Kilometern ist schon die Tragschicht aufgebracht. Dadurch entstehe wohl der Eindruck, der Wegebau sei beendet, sagt Frau Mitter. Auf dem Abschnitt fehlt aber noch die Deckschicht. Eine Bake könnte die Radler an der Weiterfahrt hindern, aber dann kämen auch die Lkws nicht mehr durch, erklärt sie. Frau Mitter bittet daher alle Radler, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu nutzen. Sie führt über Dittelsdorf, Schlegel und Dittersbach nach Ostritz. Eine familienfreundlichere Variante geht von Dittersbach weiter nach Kiesdorf und Leuba.