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Radweg lässt weiter auf sich warten

Weil die Strecke zwischen Röderau und Zeithain bis zum Sternplatz verlängert werden soll, müssen erst neue Planungen und Genehmigungen her.

Von Antje Steglich

Der Radweg zwischen Zeithain und Röderau wird auch in diesem Jahr noch nicht gebaut. Das teilte das Landratsamt Meißen jetzt auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung mit. Stattdessen werden die Planungsphasen – vorbehaltlich der vom Landkreis dafür bereitgestellten Finanzmittel – voraussichtlich erst 2015 abgeschlossen sein. Zunächst stand der Herbst 2013 als Baubeginn im Raum, jedoch haben sich der Landkreis, die Gemeinde Zeithain und die Straßenverkehrsbehörde im Vorfeld für eine neue Variante des Radweges und damit für neue Planungen entschieden.

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Demnach solle die Strecke bis zum Sternplatz verlängert werden, um die Sicherheit der Radfahrer beim Einfädeln in den Verkehr zu erhöhen, erklärt das Kreisstraßenbauamt. Dafür werde für die gegenläufige Benutzung in beide Fahrtrichtungen eine Querungsstelle auf der Kreisstraße geschaffen. Für die Verlängerung des Bauendes in Zeithain war jedoch die nachträgliche Vermessung erforderlich, derzeit werde nun der ergänzte Entwurf des Radweges einschließlich der Unterlagen zum Grunderwerb durch den Planer erstellt. Parallel ist eine Umweltplanung für die Eingriffe in Natur und Landschaft in Arbeit, welche durch die Versiegelung von landwirtschaftlichen Flächen und Grünland notwendig ist. Vorgesehen ist laut der Behörde, eine vorhandene Streuobstwiese im Gemeindeterritorium durch Nachpflanzung von Obstbäumen aufzuwerten und zu erweitern.

Beide Planungen bedürfen jedoch der Genehmigung durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie bei der Landesdirektion Sachsen. Vor 2015 ist nicht mit einer Genehmigung zu rechnen. Das Projekt soll dann im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vorgestellt werden.

Grundsätzlich soll der Radweg auf der nördlichen Seite, also Richtung Abendrothstraße, zwischen Zeithainer Straße und Sternplatz verlaufen. Der Anfangspunkt für die 1,2 Kilometer lange Trasse wurde bereits beim Bau des Bahnübergangs im Jahr 2012 geschaffen. Der Landkreis geht davon aus, dass mit der Planungserweiterung, Landschaftsmaßnahmen, den aktuellen Bau- und Kaufpreisen auf Grundlage der aktuellen Bodenrichtwertkarte die Kosten des Radweges voraussichtlich zwischen 300 000 und 400 000 Euro liegen werden.