merken
PLUS Döbeln

Radwege an jede Straße

Ein Kommentar von Jens Hoyer über die fehlenden Radwege an der B 175.

Jens Hoyer.
Jens Hoyer. ©  Fotomontage SZ

Als die Umfahrung der Gake geplant wurde, dachte wohl weder jemand an E-Bikes, noch, dass Fahrräder irgendwann als ernsthafte Fortbewegungsmittel eine Rolle spielen würden. Die neue Straße wurde für Autos geplant. Sicher würden viel mehr Menschen aufs Rad umsteigen, wenn es genügend Radwege gäbe. 

Denn nur so wird ein Schuh draus: Erst müssen die Wege her, dann wird sich die Nachfrage entwickeln. Es ist ein Irrglaube, das Rad vor allem als Freizeitsportgerät zu sehen. Es wird mehr und mehr in den Alltag Einzug halten. Und der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist nun mal eine Gerade. Weite Umwege sind für Radfahrer nicht zumutbar.

Augusto
Leben und Genuss
Leben und Genuss

Für Genießer genau das Richtige! Leckere Ideen, Lebensart, Tradition und Trends gibt es in der Themenwelt Augusto.

An jede stark frequentierte Straße gehört heute ein Radweg, wenn es keine zumutbare Alternativstrecke gibt. Zumal diese Straßen für die nächsten 50 oder 100 Jahre konzipiert sind. An manchen Stellen klappt das schon. 

Entlang der B 175 zwischen Masten und Schweta zum Beispiel radelt man völlig unbehelligt vom Autoverkehr. Um den Radwegebau im großen Maßstab umzusetzen und zu rechtfertigen, müssen aber auch entsprechende Konzepte her. Der Landkreis Mittelsachsen hat ein neues Radwegekonzept.

Weiterführende Artikel

Wege ins Nirgendwo

Wege ins Nirgendwo

An der neuen B 175 in Döbeln Ost sind außerorts keine Radanlagen vorgesehen. Es gibt zwar zwei asphaltierte Wege. Aber die enden auf dem Feld.

Aber nur für den Tourismus. Das ist zu kurz gesprungen. Beispiel Gake: In greifbarer Nähe gibt es das Gewerbegebiet Am Fuchsloch, in dem jeden Tag hunderte Menschen ihrer Arbeit nachgehen. Wenn nur ein paar Prozent mit dem Rad kommen, gibt das schon einen ordentlichen Verkehr.

E-Mail an Jens Hoyer

Mehr zum Thema Döbeln