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„Radwege sind nicht für Blitzerautos gedacht“

Die Blitzer des Landkreises an der B 169 zwischen Riesa und Zeithain sorgen seit Wochen für viel Diskussionen.

Das Kreisordnungsamt parkt für die Geschwindigkeitsmessungen unter anderem in der B169-Auffahrt in Bobersen auf dem Radweg. Das verstößt gegen geltendes Recht, sagte ein Experte. Was sagen Sie, fragte die Sächsische Zeitung Riesa auf ihrer Facebookseite und löste damit eine rege Diskussion aus.

Rene Helfer: Zwei stationäre Blitzer vor dem Kreuzungsbereich und schon gibt es keine Diskussionen mehr!

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Oliver Pomiluck: Genau – damit auch Sonntagfrüh 3 Uhr, wenn dort null Verkehr und Gefahr besteht, jeder seinen Lappen abgibt, weil er völlig ohne Gefährdung 120 fährt. Wenn man so was liest, schwillt einem der Kamm!

René Schlosser: An der alten Brücke, von dieser scheiß Kurve kommend, sind zwei Freunde von mir 1996 tödlich verunglückt – und wie schnell waren sie: 130. Also sind die 70 sicher dort gerechtfertigt!

Marcus Hoffmann: Wer dort nicht in der Lage ist abzubiegen, sollte seinen Führerschein abgeben.

Steffen Schiller: Einfach mal richtig mit dem Fahrrad an das Auto fahren. Kann man denn hier neuerdings stehen, wo man will.

Jette Klette: Wo sie parken, ist vielleicht nicht in Ordnung. Aber der Blitzer ist schon seit Langem mal nötig. Wer von der 169 Richtung Bobersen abbiegen muss, hat manchmal schon arg Probleme. Es ist nicht vernünftig einsehbar, und wenn dort mit 100 lang geschossen wird, hat man den Hut auf.

Simon Pöschel: So etwas geht einfach nicht, die übertreiben maßlos! Schon als sie in einer Auffahrt auf die B169 Richtung Zeithain standen, um ihren Blitzer unter der Brücke abzocken zu lassen, wurden Grenzen überschritten. Jeder Normalbürger, der in einer Auffahrt auf einer Schnellstraße für mehr als 4 Stunden parkt, darf ordentlich zahlen! Dies gilt vor allem dem blauen Opel Transporter! Und den Blitzer auf eine Insel zu stellen, kurz vor einem 100-Schild, ist einfach nur noch reinste Abzocke. Vielleicht muss erst ein Unfall passieren, bis hier eingegriffen wird, denn Radwege sind für Fahrradfahrer gedacht und nicht für Blitzerautos!

Denny Löschke: Also ich denke, es ist schon wichtig auf die Geschwindigkeit dort zu achten, es passieren schlimme Unfälle dort. Aber es geht hier darum, dass es in Bobersen nur diesen einen Weg gibt, den Fußgänger und Radfahrer benutzen, und da kann man nicht einfach ein Auto draufstellen, auch nicht mit Sondergenehmigung, außer vielleicht einen Rettungswagen. Autos haben dort mehrere Möglichkeiten zu parken. Fußgänger und Radfahrer nur die eine. Werden sie denn auch mal zur Rechenschaft gezogen?

Enno Reisky: Eventuell haben die Insassen des Blitzerautos eine Ausnahmegenehmigung, die ihnen das Befahren sowie das Abstellen von Fahrzeugen auf Fuß- und oder Radwegen gestattet? Dürfte möglich sein (vgl. § 46 StVO).

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