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Räte beschließen Riesas Radkonzept

Trotz einer Kontroverse im Vorfeld wird das Konzept einstimmig angenommen. Kritik gibt es dennoch.

Eine Radfahrerin an der Langen Straße in Riesa. Wie die Stadt fahrradfreundlicher werden kann, ist Gegenstand des Radverkehrskonzepts.
Eine Radfahrerin an der Langen Straße in Riesa. Wie die Stadt fahrradfreundlicher werden kann, ist Gegenstand des Radverkehrskonzepts. © Sebastian Schultz

Riesa. Der Riesaer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung das aktualisierte Radverkehrskonzept beschlossen. Auf Antrag von Andreas Näther (SPD) wurde der Beschluss um den Auftrag an die Stadtverwaltung ergänzt, bei künftigen Straßenbaumaßnahmen stärker auch den Radverkehr in den Blick zu nehmen. Außerdem soll es jährlich einen Bericht zur Umsetzung der bisher geplanten Maßnahmen geben. Damit soll gewährleistet werden, dass das Thema Radverkehr regelmäßig besprochen wird, erklärt Näther. 

Mit dieser Ergänzung wurde der Vorschlag in der Juli-Sitzung des Stadtrates einstimmig angenommen. Schon im Vorfeld hatte es vonseiten der Grünen im Landkreis Kritik an dem Konzept gegeben. Die wurde zum Teil auch von den Stadträten aufgenommen. Eigentlich gehe das Konzept ihm nicht weit genug, sagte beispielsweise Gunnar Hoffmann von der Fraktion Gemeinsam für Riesa. Der Verweis auf rückläufige Radfahrer-Zahlen sei eine Henne-Ei-Diskussion. "Was war zuerst da: zu wenige Radfahrer, oder die schlechten Radwege?" Er erwähnte beispielhaft die Hafenbrücke, auf der der Radverkehr "komplett vergessen" worden sei.

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Linke-Stadtrat Volker Thomas verwies ebenfalls auf die Kritik der Grünen. "Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass teils zu bürokratisch gedacht wird." Er bat die Stadtverwaltung außerdem, die im Konzept bereits enthaltenen Baumaßnahmen für den Radverkehr noch einmal in einer Prioritätenliste zu ordnen. Das Radverkehrskonzept listet unter anderem Schwachstellen im Radwegenetz der Stadt auf. Die Fortschreibung ist auch Voraussetzung für Fördergelder des Freistaates. (SZ/stl)

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