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Räte uneins über Schlosszukunft

Das Nutzungskonzept steht, aber es gibt noch viele Fragen. Auch die Modernisierung der Heizung ist noch nicht beschlossen.

Von Nicole Czerwinka

Die Sanierung des Schlosses Hirschstein erregt nach wie vor die Gemüter in der Gemeinde. So war die Zukunft des Schlosses erneut Kernthema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dabei legte das Architektur- und Planungsbüro Kasparetz-Kuhlmann den Räten erstmals die derzeitige Version des Potenzial- und Nutzungskonzeptes für das Schloss vor. Das 90-seitige Gutachten enthält im Wesentlichen jene Pläne und Zeichnungen, die auch beim zweiten Workshop zum Schlosskonzept Mitte März schon vorgestellt wurden, sowie eine Analyse zur Nutzung anderer Schlösser in der Umgebung und eine Bestandsanalyse zu den einzelnen Etagen des Schlosses. Empfehlung des Büros ist es, das Gebäudeensemble zu einem Familien- und Kulturschloss in der Trägerschaft einer gemeinnützigen Stiftung zu entwickeln. Dennoch regte sich im Rat auch ein wenig Kritik an diesem Konzept. So wies etwa Rainer Nicol darauf hin, dass die Historie des Ortes als Weinstandort gar nicht im Konzept vorkomme. Auch solle der sportliche Akzent und die Einbeziehung der Vereine noch stärker betont werden. Schlossprojektmanager Alexander Wolfsdorf wünschte sich zudem mehr Tiefe und alternative Nutzungsideen für das Konzept. Dies alles soll nun in einem gesonderten Termin mit den Räten noch einmal diskutiert werden.

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In der gleichen Sitzung haben die Räte auch den Auftrag für das Energiekonzept im Schlossensemble Hirschstein vergeben. Den Zuschlag erhielt das Ingenieurbüro Hamann aus Nünchritz. Dieses soll nun in Absprache mit dem Büro Kasparetz-Kuhlmann die Heizungsanlage im Schloss begutachten und ein Energiekonzept liefern. Große Diskussionen gab es allerdings anschließend zur Planung für die Modernisierung der Heizungsanlage, der Sanitärbereiche und der Objektplanung der Gebäude im Schloss Hirschstein. Hier musste die Abstimmung erneut vertagt werden, da das favorisierte Büro einigen Räten als nicht geeignet erschien. Bürgermeisterin Christine Gallschütz (CDU) versprach, noch ein zweites Angebot dazu einzuholen.