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Rätselraten um Bagger bei Erksdorf

Seit mehreren Tagen wird in der Nähe des Goldbaches gearbeitet. Die SZ hat nachgefragt.

Auf einem Feld bei Großerkmannsdorf buddeln Bagger einen riesigen Graben. Anwohner wundern sich.
Auf einem Feld bei Großerkmannsdorf buddeln Bagger einen riesigen Graben. Anwohner wundern sich. © Matthias Schumann

Großerkmannsdorf. Was ist bloß auf dem Feld bei Großerkmannsdorf los? Bagger ziehen einen großen Graben quer über den Acker. Kommt ein Starkstromkabel in die Erde, eine neue Wasserleitung?, fragen sich Anwohner? Nein, sagt Thomas Marquardt, Technischer Leiter des Abwasserzweckverbandes Obere Röder. „Wir verlegen Kunststoffrohre für einen neuen Mischwasserkanal, also für Regenwasser und Abwasser.“

Nach seinen Worten gibt es dort zwar bereits einen Kanal, der ist inzwischen an einigen Stellen jedoch defekt. „Er wurde vor 1980 errichtet. Der Kunststoff hat sich verbogen. Mitunter haben die Rohre eher eine Ei-Form.“

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Der neue Kanal wird auf einer neuen Trasse verlegt. Auch der Rohrdurchmesser ist etwas größer als bisher. „Hatten sie bisher einen Querschnitt von 40 Zentimetern, sind es jetzt 50 Zentimeter. Damit erhalten wir auch etwas mehr Reserven. Das ist bei starken Regenfällen von Vorteil.“ Auch das Gefälle der Leitung verändert sich leicht. „Es ist etwas größer geworden. Damit kann das Wasser besser abfließen.“ Die neue Trasse hat eine Länge von knapp einem halben Kilometer. Sie endet auf dem Feld vor Großerkmannsdorf. „Dort trifft sie auf den Kanal, der aus Ullersdorf kommt.“ Anwohner von Großerkmannsdorf, Kleinerkmannsdorf und Ullersdorf werden an den neuen Kanal angebunden.

Fertigstellung für Ende Oktober geplant

Knapp 300 000 Euro kosten die Arbeiten. Ende Oktober soll alles fertig sein. „Vorausgesetzt, wir erleben im Boden keine Überraschungen. Dass teilweise felsiger Untergrund herrscht und auch das Wasser recht hoch steht, wissen wir. Das wird von uns abgesenkt. Andere Dinge sollten nicht hinzukommen.“ Ende Oktober wird der neue Kanal auch angeschlossen und der alte außer Betrieb genommen. „Anwohner merken nichts von der Umbindung“, versichert Thomas Marquardt. Freuen dürften sich allerdings die Landwirte, die die Felder bestellen. „Nach der Inbetriebnahme der neuen Trasse wird das alte Rohr zunächst gereinigt und dann mit Beton verfüllt. Anschließend können wir die sechs Kanalschächte demontieren, die jetzt noch auf dem Feld zu finden sind. Für das neue Rohr benötigen wir nur noch drei Schächte. Die geringere Anzahl erleichtert den Landwirten die Arbeit.“ Erste Arbeiten für die Trasse waren bereits im Juni auf der Schillerstraße erfolgt.

Beim Abwasserzweckverband Obere Röder sind die Stadt Radeberg, die Gemeinden Arnsdorf, Wachau, Seeligstadt und die Stadt Großröhrsdorf Mitglieder. Der Zweckverband betreut das Abwassernetz in diesen Kommunen und erhebt die Abwassergebühren.

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