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Rätselraten um Huntelaars bösen Fehltritt

Bei Schalke 04 wird die Freude über das 1:0 gegen Hannover durch das unnötige Rot getrübt.

© dpa

Von Thomas Lipinski

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Noch über 70 Meter war der Ball vom Schalker Tor entfernt, als Klaas-Jan Huntelaar Manuel Schmiedebach von hinten in die Beine sprang. Die Rote Karte für den Torjäger der Königsblauen fünf Minuten vor Schluss beim 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 war genauso unstrittig wie unnötig. „Er weiß selber, dass er da Mist gebaut hat“, sagte Torschütze Marco Höger, als der Rotsünder schon längst verschwunden war.

Das Frust-Foul zur Unzeit war völlig untypisch für Huntelaar. Der 31-Jährige hatte in 452 Pflichtspielen im Klub und 69 Länderspielen zuvor lediglich einmal die Rote Karte gesehen – vor fast zehn Jahren beim 1:5 mit dem SC Heerenveen bei Feyenoord Rotterdam in seiner niederländischen Heimat. Dreimal Gelb-Rot steht in seiner Profikarriere zudem zu Buche.

Was sich Huntelaar bei seinem bösen Foul dachte, blieb allerdings sein Geheimnis. In ihm musste sich in den 84 Minuten zuvor eine Menge Frust angestaut haben. Dass er zwei gute Torchancen vergab, dürfte ihn nicht derart frustriert haben. Eher schon, dass er viele seiner elf Kilometer in der eigenen Hälfte zurücklegen musste und dabei wenig bewirkte.

„Er ist kein Wiederholungstäter“, betonte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt. „Klaas-Jan hat die falsche Entscheidung getroffen. Es war nicht bösartig, aber es ist sehr ärgerlich für uns“, ergänzte Heldt. Dennoch wird Huntelaar wohl zumindest für drei Spiele gesperrt werden – und seinem Team nicht nur morgen beim Tabellenführer Bayern München und am nächsten Freitag gegen den direkten Champions-League-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach fehlen, sondern wahrscheinlich noch länger.

Torwart Fabian Giefer, der ein gelungenes Debüt im Schalker Trikot feierte, hofft auf Nachsicht für Huntelaar. „Das kann jedem mal passieren. Es war ja auch nicht böswillig“, meinte Giefer. (sid mit dpa)

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