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Räuber kommen vor Gericht

Ermittler schlossen ein Verfahren gegen fünf brutale Schläger ab und erhoben jetzt Anklage.

Von Ralph Schermann

Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren gegen fünf Deutsche im Alter von 21 bis 25 Jahren wegen schweren Raubes und weiterer Taten abgeschlossen und Anklage beim Landgericht Görlitz erhoben. Vier der Beschuldigten wird vorgeworfen, sich am 27. Dezember 2013 Zugang zur Wohnung des 24 Jahre alten Geschädigten in der Görlitzer Innenstadt verschafft zu haben und nach Bedrohung mit einem Elektroschocker in unterschiedlicher Tatbeteiligung auf ihn eingeschlagen und mit den beschuhten Füßen auf ihn eingetreten zu haben. Einer, der an den Schlägen und Tritten nicht beteiligt war, sammelte Gegenstände zusammen, die mitgenommen wurden: ein Mobiltelefon, eine X-Box, Kurzhanteln, ein Boxsack und ein Computerspiel. Der Geschlagene erlitt Verletzungen am Kopf, vor allem Blutergüsse hinter dem linken Ohr, auf dem Kinn und am rechten Auge. Seit dem 6. März befinden sich vier der Beschuldigten in Untersuchungshaft. Zwei von ihnen wurden nach einem Haftbefehl in Leipzig auf dem Flughafen ergriffen.

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„Vier der Angeschuldigten wird schwere räuberische Erpressung in Tateinheit mit schwerem Raub sowie in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen“, erklärte der Görlitzer Staatsanwalt Till Neumann. Mit dem fünften Angeschuldigten wird sich das Gericht wegen Beihilfe zum Raub in Tateinheit mit Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung beschäftigen. Den Räubern drohen Freiheitsstrafen von fünf bis zu 15 Jahren, die Beihilfehandlungen sind nach dem Gesetz etwas milder zu bestrafen.