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Rammenau lockt Leute mit Bienen

Tourismus. Der Fichte-Ort hat eine neue Attraktion: zwei Schaustöcke, in denen es bei schönem Wetter nur so „honigt“.

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Von Wolfgang Schmidt

Rammenau setzt weiter auf die Karte, Gäste durch Besonderes anzuziehen. Sechs neue Informationstafeln und ein Schaubienenstand sind die neuesten Attraktionen der Gemeinde. Von der Gemeindeverwaltung initiiert, haben sich bei der Umsetzung des Projektes mehrere Einwohner eingebracht.

Die Fundamente für die Schautafeln wurden an den an Wanderwegen gelegenen landwirtschaftlichen Schlägen in Dorfnähe fest montiert. Die Schautafeln selbst können ausgetauscht werden, so dass Besucher immer aktuell über die dort angebauten Feldfrüchte informiert werden. Grafisch gestaltet wurden die Tafeln vom Bischofswerdaer und „Wochenend-Röderbrunner“ Holger Scheumann.

Einen besonderen Standort hat in Rammenau der Schaubienenstand bekommen. Interessierte finden ihn an der Oberrammenauer Straße. Der Imker Fritz Boden verfasste die fachlichen Bieneninformationen und stellte zwei Bienenvölker zur Verfügung. Darüber hinaus hat er die „Patenschaft“ über die Stechimmen übernommen und mehrmals wöchentlich kontrolliert er die Bestände. Im Herbst werden die Bienen an den Heimatstandort zurückgebracht, um dort zu überwintern. Bis dahin kann man sich das Treiben der fleißigen Bienchen ganz aus der Nähe anschauen.Der Rammenauer Günther Löpelt, Hobbyimker seit 49 Jahren, baute die beiden Bienenstöcke. In den von ihm entworfenen Zulaufkanälen kann man die „Flieger mit Stachel“ ebenso sehen wie in den angebrachten Fenstern. „Zählen lassen sich die hier umherfliegenden Bienen nicht, aber aus Erfahrung schätze ich, dass es etwa 80 000 sind“, sagt der 69-Jährige.

Die „eingemieteten“ Bienen sind die der Art Carnica. Das sind „friedliche Völker“, die nicht besonders stechlustig sind. Bei starkem Wind und Gewitterstimmung jedoch ist trotzdem Vorsicht geboten. Bei solchem Wetter sind die kleinen Flieger eher reizbar als wenn es warm ist und die Sonne scheint, wenn es also „honigt“ und die Bienen voll zu tun haben.

Besucher, die eingeladen sind, sich die Bienenstöcke anzuschauen, sollten sich in der Nähe der Tiere nicht schnell bewegen und sich auch nicht in die Flugfront stellen, empfiehlt der Fachmann. Wenn doch eine Biene gestochen hat, kann man auf der Informationstafel nachlesen, wie der Bienenstachel aus der Haut entfernt werden muss.