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Rasentraktor statt Radständer mit Dach

Die Gemeinde Gablenz setzt Geld für ursprünglich fest geplante Ausgaben jetzt anders ein. Diese Information des Orts-Chefs überraschte die Räte.

In Zeiten ohne Corona stehen Dutzende Räder während des Unterrichts am Gemeindeamt.
In Zeiten ohne Corona stehen Dutzende Räder während des Unterrichts am Gemeindeamt. © Sabine Larbig

In der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte Bürgermeister Dietmar Noack, dass die Gemeinde Gablenz rund 15.000 Euro Fördermittel für den Kauf eines Rasentraktors mit Zubehör ausgeben werde. Der Traktor sei erforderlich für die Pflege des Kromlauer Parkes und des Umfeldes des dort neu gestalteten Parkplatzes. 

Als Bürgermeister habe er daher den ursprünglich für dieses Jahr geplanten Bau eines Fahrradständers mit Überdachung und Schließfächern am Gemeindeamt in Gablenz „als Projekt zurückgepfiffen“. Auch, weil der Traktor-Kauf die gleichen Kosten für die Gemeinde verursache und über dasselbe Programm wie der Radständer zu 85 Prozent gefördert werde, so die Begründung von Dietmar Noack für seine Festlegung. Die Umentscheidung des Bürgermeisters hinsichtlich der Mittelverwendung irritierte die Gemeinderäte. „Ich finde es bedenklich, wenn der Radständer nicht dieses Jahr wird“, argumentierte Frank Hoffmann. Johannes Rakel gab zu bedenken, dass man auf Grund der Haushaltssituation, der bereits eingestellten Eigenmittel im Haushaltsjahr 2020 und der Baukosten für den Radständer die Fördermittel vielleicht gar nicht benötige.

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Radständer auf 2021 verschoben

Dem widersprach der Bürgermeister. „Wir wollen die Mittel nicht verfallen lassen. Ich musste die Entscheidung für den Traktor außerdem treffen, da wir durch Corona lange Zeit keine Ausschuss- und Ratssitzungen hatten, die Fördermittel aber bis 25. Mai samt Projekt, Anträgen und ausgefüllten Formularen zu beantragen sind.“ Zudem, so Noack weiter, habe sich seit April kein Rat gefunden, diese Vorarbeiten für das Vorhaben Fahrradständer zu erarbeiten. „Es wird einen Weg geben, auch das Ständerproblem zu lösen“, versprach Noack gegenüber den Räten. 

Gebaut werden soll der Ständer am Gebäude der Feuerwehr, in dem auch die Gemeindeverwaltung untergebracht ist, nach dem Willen der Räte vorrangig für die Schüler des Ortes. Die fahren mit dem Bus zu regionalen Grund- und Oberschulen sowie dem Gymnasium Weißwasser ab der Bushaltestelle neben dem Gemeindeamt und deponieren ihre Räder deshalb rund um die Gebäude. Das Radständer-Projekt soll für mehr Ordnung im Ortskern, Wetterunabhängigkeit sowie für mehr Sicherheit der Räder und des Zubehörs vor Diebstahl sorgen. Nun wird der Radständer voraussichtlich erst 2021 errichtet.

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