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Rassige Miezen sind Ausgleich zum Job

Sohland. Der Katzenclub Oberlausitz lädt zu einer Schau ein. Mit dabei sind auch Ramona und Frank Neitsch aus Cunewalde.

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Von Katja Schäfer

Kenny kriegt vom Schmusen nicht genug. Laut schnurrend genießt er die Streicheleinheiten. Der acht Monate alte Kater mit dem seidigen weißen Fell und den strahlend blauen Augen ist der Star im Hause Neitsch im Cunewalder Neudorf. Doch er hat starke Konkurrenz. Schließlich sind da noch ein weiterer Kater und drei Katzen. Seit neun Jahren züchten Ramona und Frank Neitsch Tiere der Rassen Colourpoint und Exotik – mit Stammbaum. Angefangen hat alles mit einem Weihnachtswunsch der Tochter. So kam die erste Perser-Katze ins Haus. „Mit ihrer Züchterin verstanden wir uns gleich prima. Sie hat uns dann mal zum Treffen des Katzenclubs eingeladen“, erinnert sich Ramona Neitsch daran, wie der Wunsch wuchs, selbst Samtpfötchen aufzuziehen. „Aus Zufall wurde Leidenschaft“, sagt die Cunewalderin, die die Katzenzucht als „schönen Ausgleich“ zur Arbeit in der Altenpflege betrachtet. „Andere Leute rauchen zum Abschalten eine Zigarette, ich kämme unsere Katzen“, ergänzt Ehemann Frank, der als CNC-Dreher tätig ist und sich im Vorstand des Katzenclub Oberlausitz engagiert.

Der hat seinen Sitz in Sohland und Mitglieder zwischen Zittau und Dresden. Am Verein schätzt das Züchterpaar, „dass man mit vielen Leuten zusammenkommt, mit denen man stets ein Gesprächsthema hat“. Drei bis vier Ausstellungen veranstaltet der Club im Jahr, die nächste am ersten April-Wochenende in Wehrsdorf. Ramona und Frank Neitsch werden dort ihren Exotic-Shothair-Kater „Kenny vom Cunewalder Tal“ präsentieren. Die Zucht ist Sache der ganzen Familie. „Sonst ginge es nicht“, kommentiert das Paar, bei dem sich nicht alles nur darum dreht.

Beide treiben viel Sport und reisen gern. Wenn sie unterwegs sind, kümmern sich Schwiegermutter, Tochter und Sohn um „Kenny vom Cunewalder Tal“ und die anderen Katzen.