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Rathaus bewegt sich in Stadthallen-Frage

über die Bauarbeiten in der Konzerthalle

Sebastian Beutler

Wer die Stadthallen-Debatte im Stadtrat von Ende März noch im Ohr hat, muss sich seitdem wie in einem falschen Film vorkommen. Wurde vor acht Wochen noch darüber gestritten, ob die Stadthalle durch ausgebliebene Investitionen in der Vergangenheit und dem anschließenden zehnjährigen Leerstand wirklich Schaden genommen hat, so ist das jetzt offensichtlich nicht mehr die Frage. Die Strebepfeiler sollten zunächst nur auf Standfestigkeit geprüft werden, jetzt werden sie saniert. Die Feuchteschäden an den Decken sollten erst einmal auf Schwamm untersucht werden, jetzt sollen im nächsten Jahr die Decken gleich mal ausgewechselt werden. Mit jedem dieser Beschlüsse akzeptiert die Stadt ein kleinwenig mehr die Schadensbilanz an der Halle, die ein Görlitzer Ingenieurbüro dem Stadthallenausschuss im Januar vorgelegt hatte und die damals ziemlich abgekanzelt wurde. Zugleich aber wächst der Druck auf OB Deinege, ein Konzept zur Sanierung der Stadthalle zu entwickeln. Denn bei jeder Reparatur schwingt immer die Frage mit, für welche künftige Nutzung sollen jetzt eigentlich neue Decken oder Strebepfeiler eingezogen werden. Es hängt eben doch alles miteinander zusammen. Es nützt nichts: Görlitz braucht Klarheit über seine Stadthalle.

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