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Rathaus spendet für Kinder in Not

170 Euro kommen beim Verkauf von Kaffee und Kuchen zusammen. Der Personalrat der Verwaltung will damit einem kranken Mädchen helfen.

Riesa. Maria ist zehn Jahre jung, schwer gehbehindert und hat es auch sonst nicht leicht. Sie lebt bei ihrer Urgroßmutter, die sich um das Mädchen kümmert, aber jeden Euro umdrehen muss, bevor sie ihn ausgibt. Das sind die Fälle, in denen der Kinderschutzbund Riesa helfen will.

Im Sommer ermöglichte er Maria und ihrer Uroma eine Woche Erholungsaufenthalt in der „Jägerhütte Schöna“ in der Dahlener Heide. Dort gibt es keine für Maria unbezwingbaren Treppen, aber gleich hinterm Haus ein Wildgehege. „Wirtsleute und Mitarbeiter haben sich rührend um Maria gekümmert. Sie konstruierten ihr sogar eine Art Fahrrad, mit dem sie die Natur erforschen konnte. Als ich sie abholte, hat sie geweint, weil sie dort nicht mehr weg wollte“, erinnert sich Gitta Frensel, die Vorsitzende des Riesaer Kinderschutzbundes.

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Dieses Erlebnis möchte man Maria im kommenden Jahr gern wieder ermöglichen. Da kam die Spende des Personalrats der Riesaer Stadtverwaltung wie gerufen. Alljährlich zum „Tag des offenen Denkmals“ verkaufen die Mitarbeiter Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und übergeben den Erlös an den Kinderschutzbund. Eine schöne Tradition, die erneut große Freude auslöste. „Jeder Euro hilft den Kindern, in diesem Fall der kleinen Maria“, sagte Gitta Frensel bei der Übergabe der 170 Euro durch den Personalrat. (SZ)