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Rathewalde ohne Internet und Telefon

Schon seit Längerem gibt es Probleme mit dem Festnetz der Telekom. So richtig finden lässt sich der Fehler wohl nicht.

Kein Internet und zum Schluss auch kein Telefon. In Rathewalde nehmen die Probleme zu.
Kein Internet und zum Schluss auch kein Telefon. In Rathewalde nehmen die Probleme zu. © SZ/Uwe Soeder

Der Rathewalder Holger Lischke hat es satt. Immer wieder bricht sein privater Festnetz-Anschluss ab und die Schwankungen bei den DSL-Breiten sorgen für Schwierigkeiten im Homeoffice. Schon im vergangenen Jahr gab es ähnliche Probleme. Zehn Techniker-Termine gab es. Der Fehler wurde nicht gefunden.

Inzwischen wurde das Problem akut. Denn am letzten Juni-Wochenende brach die Verbindung komplett zusammen. Der Haushalt war ohne Internet und ohne Telefon. "Damit ist Arbeit im Homeoffice unmöglich und auch das Abrufen der Schulaufgaben über LernSax war in den letzten Schultagen kaum noch möglich, da auch das Mobilfunknetz in Rathewalde sehr schlecht ist", schreibt Holger Lischke in seinem Brief an Sächsische.de.

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Allerdings steht er damit nicht allein. Offenbar sind noch mehr Haushalte im Hohnsteiner Ortsteil Rathewalde von Verbindungsabbrüchen und Schwankungen im DSL-Bereich betroffen. Alle erhalten  die gleiche Antwort. Ein Techniker wird kommen und alles reparieren. Und tatsächlich wurde vereinzelt welche gesehen. Der Endkunde bekam dann jedes mal eine Nachricht von der Telekom auf das Handy: "Alles in Ordnung. Ihre Störung wurde beseitigt." Nichts ist in Ordnung. Und der Kundenservice am anderen Ende der Leitung vertröstet immer wieder. 

Bei Holger Lische ging letztlich gar nichts mehr. Die Telekom hielt Terminzusagen für eine Reparatur nicht ein. Schließlich eröffnete man ihm,  dass ein Techniker erst am 20. August vor Ort sein könnte. Damit wäre die Familie dann fast acht Wochen ohne Festnetz und Internet. In der heutigen Zeit undenkbar. Eine Nachfrage von Sächsische.de bei der Deutschen Telekom blieb zwar unbeantwortet. Zumindest hat sich aber in dieser Woche ein Techniker um das Problem der Familie gekümmert. Nach längerer Bastelei stand die Verbindung wieder. Die Familie ist erst einmal froh. " Momentan stimmen allerdings die Bandbreiten noch nicht", sagt der Familienvater. Aber wenigstens sind sie wieder zu erreichen.

Inzwischen sickerte durch, dass es im Rathewalder Ortsnetz der Telekom tatsächlich  noch viele Baustellen gibt und auch noch vieles zu reparieren ist. Ob die Schäden alle behoben werden können, hängt offenbar auch damit zusammen, wie viel Geld die Telekom in die Hand nehmen möchte, um das Problem in Rathewalde zu lösen.

Generell klagen in dem Ort vor allem auch Vermieter über schlechte Verbindungen nicht nur beim Festnetz, sondern auch beim Mobilfunknetz. Immer wieder gebe es deshalb auch Beschwerden von Urlaubern. Mit einem neuen Funkmast des Anbieters Vodafone sollte zumindest das Handyproblem gelöst werden. Der von dem Unternehmen avisierte  Standort in Zeschnig erzeugt Protest unter den Einwohnern. Von dort gibt es auch einen Gegenvorschlag, den die Stadt Hohnstein unterstützt. Allerdings ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Telekom plant ihrerseits, einen Funkmast am Feuerwehrgerätehaus in Stürza zu installieren. Das wird ebenfalls argwöhnisch beobachtet. Die dort zuständige Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach hatte dem Bau bereits zugestimmt.

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