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Die Speisekarte vor der Tür

Die Wiedereröffnung des Dohnaer Ratskellers sollte kein Aprilscherz sein. Trotzdem verzögert sie sich. Wie sich die neuen Betreiber über die Zeit helfen.

Was es wie gibt im Ratskeller Dohna, steht jetzt statt auf der Speisekarte auf drei Tafeln vor der Gaststätte.
Was es wie gibt im Ratskeller Dohna, steht jetzt statt auf der Speisekarte auf drei Tafeln vor der Gaststätte. © Daniel Schäfer

Beim 1. April als Termin für den Start hatten sich Robby Kirsten und seine Familie nichts gedacht. Zwar fragten vorher einige, ob es ein Scherz ist, doch schnell war klar, die neuen Pächter vom Dohnaer Ratskeller meinen es ernst. Dass dann doch nichts draus wurde, daran ist nicht der 1. April schuld. 

"Das ist richtig blöd gelaufen", sagt Judith Kowaltzyk, die mit Dominik Kirsten und Martin Kirsten die neuen Gesichter des Ratskellers sind. Doch lange hielten sie sich damit nicht auf. Schon zu Ostern boten auch sie einen Abhol- und Bringedienst - bis fünf Kilometer - an. Wer spontan kommt, sollte etwas Zeit mitbringen. Ansonsten sind Bestellungen telefonisch oder über Facebook möglich. Letztes Wochenende gab es schon Eis und Getränke. Weil das Wetter nun wieder schöner werden soll, wollen sie das wieder am Wochenende anbieten. 

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Viele Fragen und ein Riesenaufwand

So langsam hatten sich die jungen Leute den Start nicht vorgestellt. Sie teilen nun die Hoffnung so vieler Gastronomen, wenigstens den Außenbereich bald wieder öffnen zu können. "Das ist der Plan", sagt Judith Kowaltzyk. 

Für Juni und Juli gebe es etliche Anfragen unter anderem von Klassentreffen. Die würden noch mit der Stornierung warten. Auch Hochzeiten sind schwierig. Dafür wollen einige ihre Geburtstage feiern. Mit wie vielen Personen sie das ab wann wieder dürfen, gehört zu den Fragen, auf die alle gern eine Antwort hätten. Insgesamt halten sich doch alle noch recht zurück. Kein Wunder bei der Unsicherheit. Für die Gastwirte sei es alles ein "Riesenaufwand", wie Judith Kowaltzyk sagt. Doch eine Alternative bleibt ihnen kaum. 

Verschobener Ritterschmaus

Am 1. April sollte es zur Wiedereröffnung des Dohnaer Ratskellers einen deftigen Ritterschmaus geben. Der musste nun auch verschoben werden. Nach dem kurzen Wechsel vom vorherigen Pächter-Ehepaar Lindner zur Kirsten-Familie muss der "scharfe" Start nun warten. 

Für Robby Kirsten, der die Gaststätte für seine Söhne und die Freundin des einen gepachtet hat, war es genau jetzt der richtige Moment und die Chance, die wohl nicht wiederkommt. Sie nutzen zu wollen, daran hat sich nichts verändert. Auch und gerade weil die Bedingungen dafür gerade sehr schwer sind. 

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