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Rauchhaus für die Jugendwehr

Der Feuerwehrverein Leisnig hat sich für ein Brandschutzmobil eingesetzt. Von dem profitiert nicht nur die Leisniger Jugend.

Von Maria Fricke
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Eine große Hüpfburg, fünf Ausbildungskoffer und ein Rauchhaus – für jeden ist etwas dabei in dem Brandschutzmobil, für die Jugendwehren. Jonas Schramm, Isabel Grawunder, Andreas Badstübner und Roy Zaspel freuen sich über das Material.
Eine große Hüpfburg, fünf Ausbildungskoffer und ein Rauchhaus – für jeden ist etwas dabei in dem Brandschutzmobil, für die Jugendwehren. Jonas Schramm, Isabel Grawunder, Andreas Badstübner und Roy Zaspel freuen sich über das Material. © Lars Halbauer

Leisnig. Eine große Hüpfburg, fünf Ausbildungskoffer und ein Rauchhaus – für jeden ist etwas dabei in dem Brandschutzmobil, das der Förderverein der Feuerwehr Leisnig am Sonnabend seiner Jugendwehr übergeben hat. Die neueste Errungenschaft löste dabei nicht nur Begeisterung bei den Leisnigern aus. Der Anhänger samt Inhalt soll zukünftig auch von den Jugendwehren in Hartha, Waldheim sowie Geringswalde genutzt werden. „Er kann zur Nachwuchsgewinnung, aber auch zur Brandschutzerziehung eingesetzt werden“, so Thomas Schwing von der Phoenix Mediengesellschaft. Diese hat den Hänger für den Leisniger Verein organisiert.

Das Brandschutzmobil komme für die Leisniger genau zu richtigen Zeit, sagt Jugendwartin Tina Taube. Erst im Juli 2019 hat sie das Amt übernommen. Die Jugendwehr ist in dieser Zeit von drei auf 21 Mitglieder gewachsen. Mit dem neuen Angebot gibt es für die Mitglieder zahlreiche neue Anregungen. Mit der Hüpfburg haben sie auch mal die Möglichkeit, sich auszutoben. Der Ausbildungskoffer mit Büchern, Experimentierkoffer und Handpuppe sei sowohl in feuerwehrtechnischer als auch in pädagogischer Hinsicht sehr sinnvoll. Mit dem Rauchhaus könne dem Nachwuchs zum Beispiel gezeigt werden, dass Feuer erstickt, wenn Fenster und Türen geschlossen werden und kein Sauerstoff mehr zur Verfügung steht, erklärt die Leisnigerin.

Für die Harthaer werde das Brandschutzmobil vor allem für die Gewinnung von Nachwuchs beim Tag der offenen Tür eine große Rolle spielen, sagt Jan Sponner. Aber auch beim Zeltlager des Städtebundes, zudem sich die Mitglieder der Wehren in diesem Jahr in Geringswalde treffen, könnte es zum Einsatz kommen, so der Harthaer Jugendwart.

„Der Anhänger ist eine klasse Sache“, sagt auch Michael Rönisch, stellvertretender Jugendwart der Waldheimer Wehr. Auch er werde das Material in die Ausbildung einbinden. Wie der Austausch unter den Wehren erfolgen soll, werde noch abgesprochen, so Rönisch.

Die Geringswalder wollen vor allem die Hüpfburg gern zum Tag der offenen Tür mitnutzen. „Der Kreisfeuerwehrverband hat zwar auch eine, aber diese kann an dem Tag auch vergeben sein“, erklärt Nico Rehn, der Chef der Geringswalder Jugendwehr. Auch er werde das Mobil für die Werbung für die Jugendwehr einsetzen.

Ohne die Phönix Mediengesellschaft wäre die Unterstützung für die Wehr wohl nicht möglich gewesen. Roy Zaspel, der Chef des Feuerwehrfördervereins, war im sozialen Netzwerk Facebook auf diese aufmerksam geworden. Mit deren Hilfe sowie der Firma Benedix Bedachungen und weiterer regionaler Sponsoren ist es ihm gelungen, den Anhänger nach Leisnig zu holen. „Uns hat das Ganze nichts gekostet“, sagt Zaspel. Im Sommer 2019 kam die Aktion ins Rollen, im Dezember habe er die Zusage erhalten, dass es geklappt hat.

Der Verein unterstützt die Wehr über ihre kommunalen Aufgaben hinaus. Er kümmert sich unter anderem um zusätzliche Ausstattung. So gab es wie zum Beispiel 2019 T-Shirts für die Kameraden.