merken
PLUS

Raumwunder für Weixdorfs Dixiebahnhof

Georg Dreier hat den Verein beschenkt. Das hängt mit seiner Ausbildung zusammen.

Von Sylvia Gebauer

Die Band spielt, rockt die Bühne des Weixdorfer Dixiebahnhofs. Pause. Für die Mitglieder vom Weixdorfer Dixiebahnhof war das bisher kein Vergnügen. Vor allem für jene, die hinter dem Tresen stehen müssen. „Wenn es richtig voll wird, werden da drei Personen schon gebraucht“, sagt Simone Jenke vom Verein. Problem an der ganzen Sache, Stauraum war eher Mangelware. Für die Gläser gab es einen Schrank. Eher ein zusammengewürfeltes Möbelstück. Zugleich ragte das Gebilde viel zu weit nach vorne. Das kostete wertvollen Platz. Eine Lösung musste her. Und genau die brachte der Ottendorfer Georg Dreier an. Seiner Ausbildung sei Dank.

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Der 22-Jährige kennt das Platzproblem nicht nur aus Erzählungen, sondern hat es mehrfach hautnah miterlebt. Wenn er selbst hinter der Theke steht und hilft. Seit September 2013 hat sich der Tischlergeselle erneut auf die Schulbank gesetzt. Bei der Handwerkskammer Dresden absolviert er die Meisterschule. Wenn alles klappt, hat er den Abschluss im Juli in der Tasche. Da die Ausbildung auch praktisch sein soll, nahm er einfach den Wunsch der Vereinsmitglieder mit. „Wir müssen Kundengespräche simulieren und am Ende den Kundenwunsch auch ausführen“, sagt Georg Dreier. Wie es auch im richtigen Leben vorkommt, hat der Kunde genaue Vorstellungen, wie sein Möbelstück aussehen soll. Und der war in dem Fall Georg Dreier persönlich. Dabei musste er sich mit seiner Raumwunderidee erst einmal bei seinen Kollegen durchsetzen. Schließlich werden nicht alle Projekte verwirklicht. So hatten die Weixdorfer eben auch ein klein wenig Glück. Erfolg auf ganzer Linie. Die Vereinsmitglieder sind begeistert. In Grau gehalten, fügt sich der Schrank ideal in den Raum ein. Und Georg Dreier hat sich so manche Raffinesse einfallen lassen.

So verfügt der neue Schrank jetzt unter anderem über einen integrierten Müllbehälter und ein Weinregal. Beides suchten die Vereinsmitglieder hier bisher vergeblich. „Neben dem Schrank war nur ein Regalbrett angebracht, das war es“, sagt Simone Jenke. Man kann sich nur lebhaft vorstellen, dass da nicht allzu viel Spielraum war. Zumal die Preistafeln für Essen und Getränke bisher nur an der Wand hingen. Doch ins Raumwunder fügen sie sich wunderbar ein. Je nach Bedarf lassen sie sich abnehmen oder an die Schiebetüren hängen. Zugleich können sie so nach links und rechts bewegt werden. „Wir alle sind total begeistert“, sagt Simone Jenke. Und vor allem sind sie Georg Dreier und dessen Kollegen dankbar. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Immerhin stecken hier 49 Arbeitsstunden drin. Zugleich wird eine andere Idee des Ottendorfers in Szene gesetzt. Die schaute er sich beim Schwibbogen ab. So setzte er das Logo des Dixiebahnhofs in Szene. Beleuchtet ist es. Auf dem neuen Schrank hinter dem Tresen hat es einen würdigen Platz gefunden. Und kommt jetzt noch besser zur Geltung. Übrigens, den Praxistest hat das Raumwunder bestanden.

Da der Schrank nicht mehr so weit nach vorne ragt, haben die Mitglieder dahinter mehr Platz. So können sie Bier einlassen, Gläser aus dem Schrank holen oder eine Weinflasche aus dem Regal. Vielleicht geht diesen Freitag wieder die eine oder andere über den Tresen. Dann geht im Dixiebahnhof die Post ab. Die Mitglieder von MTS bitten zum Stammtischtreffen. „Es gibt nur noch wenige Restkarten für die Veranstaltung“, sagt Simone Jenke. Wer sich das Raumwunder von Georg Dreier persönlich ansehen will, sollte diese Gelegenheit nutzen. Denn die kommende Veranstaltung ist die letzte vor der Sommerpause. Weiter geht’s erst am 8. September.

MTS ist am Freitag, ab 20 Uhr zu Gast. Karten kosten an der Abendkasse 13,50 Euro im Vorverkauf 11 Euro.