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Rausklettern aus dem Studium

Von Aerobic bis Zumba: Tausende Studenten machen in den Unisportkursen eine Pause vom Lernen. Mit Glück können auch Bürger daran teilnehmen.

Von Rafael Barth

Dresden. Welche Kniffe muss ich drauf haben, um in der Halle oder der Sächsischen Schweiz zu klettern? Wie halte ich beim Rudern den Takt? Und was ist Bouncerball? Das können Studenten jetzt selbst herausfinden in den neuen Kursen des Sportzentrums der TU Dresden. Gerade die Angebote für Anfänger seien beliebt, erzählt Mitarbeiterin Julia Freitag. Hier kann sich jeder in bekannten wie ungewöhnlichen Sportarten ausprobieren. Die Auswahl reicht von Aerobic über Disco Fox, Frauenfußball, Geräteturnen und Meditation bis zu Zumba. „Es gibt wenige Dinge, die wir nicht anbieten“, sagt Julia Freitag.

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Besonders gefragt ist Gesundheitssport wie Yoga oder Pilates. Letzteres kräftigt die Muskeln rund um die Wirbelsäule – und ist damit wie gemacht für Leute, die Tag für Tag im Hörsaal sitzen, im Labor stehen und am Rechner tippen. Auch die Plätze für Muskeltraining werden bestimmt wieder alle vergeben, genau wie die für Latino Dance Aerobic, „wo man sich neben dem ständigen Sitzen mal richtig austoben kann“, sagt Julia Freitag.

Pro Semester hält das Unisportzentrum rund 11 000 Kursplätze bereit, vor allem am späten Nachmittag und abends. Mitmachen kann jeder Student, egal wo auf der Welt er eingeschrieben ist. Die meisten kommen freilich von der TU, ebenso wie einige bewegungswillige Mitarbeiter. Auf der Website des Unisportzentrums können sie die Kurse ab morgen Nachmittag buchen. Falls Plätze frei bleiben, kann sich ab nächstem Montag auch jeder Bürger dafür anmelden. Chancen bestehen bei Angeboten, die etwa vormittags zur besten Vorlesungszeit stattfinden. Generell macht Mitarbeiterin Freitag wenig Hoffnung: „Restplätze sind recht schwer zu bekommen.“

Ein Grund für die Beliebtheit sind auch die niedrigen Preise, beginnend bei 20 Euro für Studenten pro Kurs, für Gäste von außerhalb bei 60 Euro. Das Unisportzentrum kalkuliert so, dass sich nicht jeder Kurs von selbst finanzieren muss. Andernfalls müsste zum Beispiel ein Semester Höhlenbefahrung mehrere Hundert Euro kosten.

Von den Einnahmen werden unter anderem die mehr als 500 Kursleiter bezahlt, die meist noch studieren. Viele von ihnen haben früher selbst lange an den Kursen teilgenommen, waren oder sind in Sportvereinen aktiv.

www.sz-link.de/unisport