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Reaktionen auf die Pläne der Neustädter zum Thema Asyl

Die Ortsbeiräte hatten der Stadt vorgeschlagen, noch mehr Flüchtlinge als geplant in der Albertstadt unterzubringen.

Die Dresdner Stadtverwaltung soll deshalb in den kommenden Wochen prüfen, ob die ehemaligen Militärgebäude in der Königsbrücker Straße 117/119 künftig zu Unterkünften für Asylsuchende umgebaut werden können.

Anlass für den Vorstoß der Neustädter Ortsbeiräte hatte der massive Widerstand gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in anderen Stadtteilen der Landeshauptstadt gegeben. In der Neustadt seien sie willkommen, so die Ortsbeiräte. Aber nicht alle Dresdner finden das Vorhaben der Neustädter gut. Das zeigt die heftige Diskussion über die aktuellen Pläne des Ortsbeirates in dem sozialen Netzwerk Facebook. (kah)

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Ich freue mich über die Entscheidung des Ortsbeirates. Frage mich aber, woher nur die Empathielosigkeit in unserer Gesellschaft kommt? Ich glaube, wir brauchen dringend eine zweite Welle der Demokratisierung, das heißt: Diskussion und auch Streit über die Frage, welchen Staat und welche Gesellschaft wir wollen. Voraussetzung, um diese Diskussion zu führen, ist ein stabiles solidarisch-menschliches Wertegerüst, das auf Eigenverantwortlichkeit setzt. Ich glaube, dass es einigen daran mangelt. Katja Meier

Und deshalb sitzt mein Sohn in der Schule auf einer verschimmelten Toilette. Die Straßen sehen aus wie Sau. Meine Großeltern müssen an der Armutsgrenze leben, obwohl sie immer arbeiten waren. ... Bevor man so etwas plant, sollte man wohl eher mal vor der eigenen Türe kehren und die wirklich wichtigen Sachen angehen. Struwel Peter

Tja, die gute Elbseite.

Luna Lindenberg

Wie wäre es mal mit Geld für Schulen und Kindergärten. Und ich glaube nicht, dass die Neustädter gefragt wurden, es wurde einfach beschlossen.

Peggy Hauptmann

Es wäre dann doch toll, wenn in das Objekt neben einem Asylbewerberheim auch ein soziokulturelles Zentrum einzieht, das Anwohner und Hausbewohner zusammenführt und Kommunikation bzw. Zusammenarbeit stattfinden kann. Vielleicht auch mit Unterstützung lokaler Vereine und Einrichtungen. Friedrich Isl

Schön, dass Lösungen gesucht werden. Zeigen wir dem Rest der Stadt, dass wir mehr können, als zu hetzen und Vorurteile zu bedienen. Daniel Amselung

Ich bin wirklich gespannt, ob dort später Familien oder junge, männliche Nordafrikaner anzutreffen sein werden. Sollten es Letztere sein, garantiere ich große Probleme.Ruben Kiersch