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Zittau

Rechtsextreme planen weiter mit Ostritz

Das Gelände des Hotels Neißeblick ist schon für die nächsten Neonazi-Treffen vermietet. Betreiber Hans-Peter Fischer hat damit kein Problem.

Das Gelände am Hotel Neißeblick ist für weitere Veranstaltungen vermietet.
Das Gelände am Hotel Neißeblick ist für weitere Veranstaltungen vermietet. © Foto: dpa/Daniel Schäfer

Weder stundenlange, akribische Polizeikontrollen noch das rigoros durchgesetzte  Alkoholverbot auf dem Versammlungsgelände können die Veranstalter des rechtsextremistischen "Schild- und Schwert"-Festivals abschrecken. 

Auch nicht die Tatsache, dass die Polizei Journalisten jederzeit einen ungehinderten Zugang zum Gelände ermöglicht, oder die Aktion engagierter Ostritzer, die am Sonnabend kurzerhand die Biervorräte im örtlichen Pennymarkt aufkauften: Die Stadt wird sich auch weiterhin auf rechtsextremistische Veranstaltungen auf dem großflächigen Gelände des Hotels Neißeblick einstellen müssen.

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Betreiber Hans Peter Fischer hat die Immobilie nach eigenen Angaben in diesem Jahr noch zweimal fest vermietet, jeweils an einem Wochenende im Oktober und im November. Über eine Veranstaltung im August werde noch verhandelt, so Fischer gegenüber der SZ. Daneben seien weitere Veranstaltungen auf seinem Gelände geplant, über die er aber "nicht sprechen wolle". Nach seinen Angaben seien am vergangenen Wochenende an beiden Tagen zusammengenommen insgesamt 1.800 Teilnehmer beim Festival gewesen. Sie hätten die "Auflagen und Schikanen mit stoischer Ruhe über sich ergehen lassen", so Fischer. 

Neißeblick-Betreiber Hans Peter Fischer und der Veranstalter des Schild- und Schwert-Festivals Thorsten Heise am Wochenende auf dem Veranstaltungsgelände in Ostritz. 
Neißeblick-Betreiber Hans Peter Fischer und der Veranstalter des Schild- und Schwert-Festivals Thorsten Heise am Wochenende auf dem Veranstaltungsgelände in Ostritz.  © Foto: Christian Essler/action press

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Er sehe keinen Grund, das Gelände nicht weiterhin für derartige Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, sagte er auf Nachfrage. Das Hotel, das von der Bauaufsichtsbehörde für Veranstaltungen gesperrt worden war, wird nicht mehr betrieben. Mit der Vermietung des großflächigen Areals an rechtsextremistische Veranstalter generiert Fischer nun stattdessen seine Einnahmen aus der Ostritzer Immobilie. (SZ/ju)

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