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Rechtsstreit wegen Dynamo-Platz

Der Ausbau des Trainingsplatzes im Großen Garten ist missglückt. Nun müssen die Anwälte klären, wer die Kosten trägt.

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Von Juliane Richter

Etwa 140 000 Euro hatte Dynamo Dresden vergangenes Jahr nach SZ-Informationen in den Ausbau seines Trainingsplatzes investiert. Die Fläche gegenüber des Stadions sollte damit besser bespielbar sein. Denn immer wieder hieß es, dass sich der Platz bei Regen in eine Schlammlandschaft verwandelt und wegen vieler Unebenheiten Verletzungsrisiken für die Spieler birgt.

Schon wenige Wochen nach dem Umbau stand fest, dass es Probleme gibt. Das Wasser lief damals laut Geschäftsführer Robert Schäfer nicht richtig ab. Der neue Rasen war teilweise hinüber und musste ausgetauscht werden. Doch die Reparaturen, die die Baufirma selbst ausgeführt hat, waren offensichtlich nicht erfolgreich. Zuletzt war wieder schweres Gerät auf der Fläche zu sehen und der Rasen als solcher kaum noch zu erkennen.

Nach Auskunft von Robert Schäfer habe der Verein eine „vorgezogene Frühjahrs-Intensiv-Maßnahme“ inklusive Einsanden, Düngen und Nachsaat durchgeführt. „Der frühe Zeitpunkt erklärt sich mit dem Mangel an Drainagefähigkeit, die dadurch verbessert werden soll“, sagt Schäfer. Zu den nun wieder anfallenden Kosten äußert er sich nicht. Dynamo als Bauherr habe jedoch Ansprüche gegen den Schadensverursacher, also die damalige Baufirma, geltend gemacht.

Im Finanzausschuss am Montag hatte Schäfer nach SZ-Informationen berichtet, dass die Lösung für die Zukunft nur ein neues Trainingsgelände im Ostragehege sein kann. Das Areal neben der Fettschmelze war bereits vor zwei Jahren ins Gespräch gekommen. Andere mögliche Flächen hätten sich nach der Prüfung als nicht sinnvoll erwiesen. Dynamo will nun aber scheinbar die Fettschmelze selbst nicht mehr übernehmen und sanieren.