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PLUS Niesky

Rechtzeitig vorbeugen, um dann zu heilen

SZ-Redakteur Frank-Uwe Michel schreibt über das künftige Kodersdorfer Ärztehaus.

© André Schulze

Auch wenn noch Jahre vergehen werden, ehe sich Patienten im neuen Kodersdorfer Ärztehaus behandeln lassen können, ist allein die Ankündigung, ein solches Objekt zu schaffen, ein absoluter Pluspunkt für die Gemeinde. Denn nach dem Wechsel von Dr. Diedtemann nach Niesky hat der Ort keinen Allgemeinmediziner mehr. Ein Nachfolger wird also sehnlichst herbeigewünscht. 

Zwar gibt es im Versorgungsgebiet Niesky derzeit 3,5 Stellen, die durch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen zugelassen werden könnten, in Kodersdorf aber keine passenden Räumlichkeiten. Die Gemeinde hat reagiert und macht aus dem einstigen Herrenhaus Schönfelder ein Angebot für Mediziner, die auf dem Land tätig werden wollen. Jemanden zu finden, ist nicht einfach. Um so besser ist es, baulich zeitig gewappnet zu sein. 

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Kodersdorf geht das Projekt mit ganzer Kraft an, hat sich dazu vor einiger Zeit an einem Ideenwettbewerb beteiligt und als einer der Preisträger eine sechsstellige Summe mit nach Hause gebracht. Die fließt nun in die Verwandlung des Gutshauses mit ein. Weil das jetzt passiert, man aber aktuell nicht ahnen kann, wie es um die Zulassungssituation in zwei oder drei Jahren bestellt ist, wenn das Projekt abgeschlossen sein wird, hat man genügend Zeit, gezielt darauf hinzuwirken. 

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Angesichts der demografischen Entwicklung, der Überalterung auch im Ärztebereich und der damit perspektivisch frei werdenden Stellen, sollte die Besetzung der zwei Arztpraxen durchaus möglich sein. Kodersdorf hat das Problem richtig angepackt und sich dann auf den Weg gemacht, die missliche Ärztesituation im Ort zu beheben, als die Chance dafür gegeben war. Ein geeignetes Haus, nutzbare Förderprogramme, eigene Ideen, konstruktive Partner – hier ist alles beisammen, was es braucht, um erfolgreich zu sein.

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