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Eine Handvoll Mut für krebskranke Kinder

Gemeinsam mit anderen früheren Krebspatienten fuhr der Dresdner Andreas Führlich mit dem Rad durch Deutschland. Er wollte zeigen: Das schafft ihr auch!

Andreas Führlich brachte am Freitag Mut und Mutperlen auf die Kinderkrebsstation im Dresdner Uniklinikum.
Andreas Führlich brachte am Freitag Mut und Mutperlen auf die Kinderkrebsstation im Dresdner Uniklinikum. © Uniklinikum/Ulrich Lippke

Dresden. Corona ist überall - und Krebspatienten sind besonders gefährdet. Dennoch können gerade sie eine Handvoll Mut gut gebrauchen. Deswegen setzten sich Mitte August im ganzen Land frühere Krebspatienten auf ihr Fahrrad und bewältigen zum Teil mehrtägige, anspruchsvolle Touren. Ihr Ziel: an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen zeigen: „Das schaffst Du auch!“

Die mittlerweile 28. Regenbogenfahrt musste coronabedingt umgeplant werden. Statt alle gemeinsam, gingen die Teilnehmer einzeln oder in kleinen Gruppen auf Tour und steuerten seit 15. August insgesamt  50 Kinderkrebs-Zentren an, darunter auch die onkologische Station der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Dresdner Uniklinikums.

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Am Freitagvormittag besuchten die ehemaligen Patienten Andreas Führlich und Georg Treuscher das Uniklinikum. Mit dabei hatten sie Päckchen mit Regenbogenarmbändern, Mutperlen und einem USB-Stick mit einer Video-Botschaft. Professorin Julia Hauer freute sich stellvertretend für die jungen Patienten auf ihrer Station über den symbolträchtigen Besuch. Die Unterstützung sei seit vielen Jahren ein wichtiger Beitrag "für komplexe Therapien, Forschungsaktivitäten und insbesondere die psychosoziale Versorgung unserer Patienten".

Lebende Beispiele, dass Krebs besiegt werden kann

„Es ist ein wunderbares Gefühl, nach unserem letzten Besuch 2015 heute erneut Mut und Hoffnung zu spenden",  sagte Andreas Führlich, der heute Vorsitzender des Sonnenstrahl e.V. ist. "Ich selbst habe dies 1994 als Patient des Dresdner Uniklinikums empfangen dürfen und während der Therapie dadurch Kraft getankt. Für die aktuell Betroffenen sind wir ehemaligen Patienten das lebende Beispiel, dass man die Erkrankung meistern und danach wieder sportlich aktiv sein kann, trotz möglicher Einschränkungen."

Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums, betonte: „Die enormen Fortschritte bei der Therapie von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Erkrankung selbst und auch deren Behandlung die Patienten aber auch deren Eltern und Geschwister seelisch stark belastet." Die Regenbogenfahrt und die Teilnehmer seien gerade in dieser Hinsicht ein Lichtblick. 

Die für dieses Jahr ursprünglich geplante Tour durch Bayern soll im Sommer 2021 nachgeholt werden. Schon seit 1993 startet jedes Jahr traditionell eine Gruppe von rund 50 jungen Erwachsenen zu einer einwöchigen Fahrt. Dabei legen sie etwa 500 Kilometer zurück und sind bei Kliniken und Elternvereinen zu Gast. 

Veranstalter der Regenbogenfahrt ist die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Die überwiegend aus Spenden finanzierte Organisation steht krebskranken Kindern und ihren Familien zur Seite und setzt sich dafür rein, dass Heilungschancen, Behandlungsmethoden und Lebensqualität krebskranker Kinder ständig weiter verbessert werden. 

Spendenkonto der Deutschen Kinderkrebsstiftung: 

IBAN: DE48 3708 0040 0055 5666 00  / Commerzbank AG Köln

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