SZ +
Merken

Regenüberlaufbecken eingesetzt

Aus einem Stück ist das Betonbauwerk angeliefert worden. Die Montage war Millimeterarbeit.

Teilen
Folgen

Von Maria Lotze

Um 8 Uhr war es in der Franz-Mehring-Straße verschwunden, das neue Regenüberlaufbauwerk für die Franz-Mehring-Straße. Mit einem Autokran wurde der 45 Tonnen schwere Koloss aus Beton in die Baugrube gehoben. Bereits am Mittwochabend kam das Becken per Schwerlasttransport nach Döbeln. Im Betonwerk in Querfurt ist es gegossen worden.

„Für uns ist so ein großes Bauwerk schon eher die Ausnahme“, sagt Reinhard Fischer, der Geschäftsführer der Firma LFT Tiefbau aus Ostrau. Als Subunternehmen der Strabag hatte das Unternehmen den Auftrag bekommen, sich um das Becken zu kümmern. Der Transport und der Einbau haben reibungslos geklappt, so Fischer. Genau fünf Meter lang, 3,50 Meter breit und drei Meter hoch ist das Betonbauwerk, dass unter Döbelns Franz-Mehring-Straße versunken ist. Das Becken soll verhindern, dass bei zu starkem Niederschlag Regenwasser, das in den Mischwasserkanal gelangt, in der Kläranlage Masten mit gereinigt werden muss, erklärt Heidrun Berkoben. Sie ist bei der Oewa zuständig für die Investitionen. Im Stadtgebiet gibt es noch weitere Regenüberlaufbecken zur Entlastung der Kanäle, so zum Beispiel in der Ritterstraße sowie an der Kreuzung Oschatzer/Dresdener Straße.

Anfang März haben die Arbeiten an der Franz-Mehring-Straße begonnen. Zurzeit sind die Mitarbeiter der Firma LFT dabei, die Mischwasserleitung auf einer Länge von 390 Metern bis zum Körnerplatz zu erneuern. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, so Reinhard Fischer. Erneuert wird auch die Trinkwasserleitung. Seit Beginn der Bauarbeiten ist die Straße für den Verkehr komplett gesperrt. Autofahrer, die in Richtung Osten unterwegs sind, werden über die Waldheimer und die Kunzemannstraße umgeleitet. Kraftfahrer, die in westliche Richtung wollen, nutzen die Ritterstraße. Da an der Kreuzung zur Rosa-Luxemburg-Straße die Verkehrsführung geändert wurde, ist eine Ampel aufgebaut worden. Die Umleitung funktioniert bisher ohne Probleme, so Stadtsprecher Thomas Mettcher.