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Regiobus rüstet Schutz in Bussen nach

Ab 20. April sollen die Busse in der Region Döbeln wieder nach Schulfahrplan fahren. Fahrgäste sollten dann einen Mundschutz tragen.

Symbolbild: Busfahrer Hagen Lorenz zeigt den provisorischen Corona-Schutz.
Symbolbild: Busfahrer Hagen Lorenz zeigt den provisorischen Corona-Schutz. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Wenn am Montag einige Schulen den Betrieb wieder aufnehmen, dann werden auch die Schulbusse wieder rollen. Das bestätigte am Donnerstag Henning Schmidt, Fachbereichsleiter Verkehr von der Regiobus Mittelsachsen GmbH.

Vorgesehen ist, dass nach normalem Schulfahrplan gefahren wird. Nur einzelne Touren, wie zum Beispiel zu Schwimmkursen, werden noch nicht durchgeführt werden, da Grundschulen sowie Bäder noch geschlossen sind. Aktuelle Informationen erhalten die Fahrgäste auf der Internetseite des Busunternehmens.

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Zum 23. März hatte das Unternehmen wie zahlreiche andere Verkehrsbetriebe in Sachsen aufgrund der Corona-Krise und der daraus resultierenden Schließung der Schulen auf den Ferienbetrieb umgestellt. Daher sind seitdem weniger Fahrzeuge auf den Strecken unterwegs. Die freien Kapazitäten würden genutzt, um die Busse mit neuen Schutzvorkehrungen für die Fahrer auszurüsten, wie Henning Schmidt informierte. 

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Es sei eine spezielle Schutzvorrichtung entwickelt worden, die den Fahrer abschirmt, aber zugleich eine Öffnung für den Verkauf von Tickets vorsieht. Der Einbau des Schutzes in den Fahrzeugen hat in dieser Woche begonnen und werde schrittweise fortgeführt. Schmidt geht aber nicht davon aus, dass bis Montag schon alle Busse mit der Vorrichtung versehen sind.

Keine Pflicht zum Mundschutz

Ziel ist es, dass die Fahrgäste wieder problemlos beim Fahrer ein Ticket erwerben können. Zurzeit sind die Fahrerkabinen noch abgesperrt und die Fahrgäste müssen sich im Vorfeld der Fahrt um ein Ticket kümmern. Denn die Ticketpflicht besteht weiterhin, betont Henning Schmidt. Zudem werden die Fahrgäste momentan noch gebeten, den Hintereingang der Busse zu nutzen.

Den Fahrgästen wird empfohlen, einen Mundschutz zu tragen, sagt Henning Schmidt. Eine Pflicht dazu bestehe nicht. Diese lasse sich aufgrund der wenigen Masken, die derzeit zur Verfügung stehen, nicht umsetzen. Aus diesem Grund werde das Busunternehmen selbst auch keine Masken für die Fahrgäste zur Verfügung stellen. Bisher sei es eher die Ausnahme, dass Fahrgäste einen Mundschutz dabeihaben, so Schmidt. Auf ausreichend Abstand zueinander sollten die Mitfahrer des Busses selbst achten. 

Schmidt denkt jedoch, dass dies funktionieren wird, wenn das Fahrzeug nicht zu voll besetzt ist. Die meisten hätten die Schutzmaßnahmen inzwischen verinnerlicht, sagt der Fachbereichsleiter. Sind bereits viele Fahrgäste im Bus, müsse jeder selbst entscheiden, ob er noch einsteige oder nicht.

Ende März bis Anfang April sei die Fahrgastzahl in den Bussen des Unternehmens auf 15 bis 20 Prozent des normalen Verkehrs gesunken. Während der Stadtverkehr noch regelmäßig genutzt wird, sei es auf anderen Strecken aufgrund der Schulschließungen deutlich leerer geworden. „Die Schüler machen sonst fast die Hälfte der Fahrgäste aus“, sagt Schmidt.

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Um den regulären Betrieb ab Montag abzusichern, stehen derzeit genügend Fahrer dem Unternehmen zur Verfügung. Der Krankenstand sei nicht bedeutend größer als üblich, sagt Schmidt. Um sich zu schützen, würde die Fahrer unter anderem in den Pausenräumen an den Busbahn- sowie Betriebshöfen auf ausreichend Abstand zueinander achten. Schulungen fänden derzeit nur in kleinen Gruppen statt.

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