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Weniger Unfälle, dafür mehr Tote

In der Region Liberec krachte es dieses Jahr bisher weniger als 2019. Dafür hatten die Zusammenstöße schwerwiegendere Folgen.

Von Thomas Christmann
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Bei diesem Unfall zwischen Bily Kostel und Hradek starb ein Autofahrer.
Bei diesem Unfall zwischen Bily Kostel und Hradek starb ein Autofahrer. © HZS LK/bogatynia.info.pl

Die Verkehrsunfälle in der Region Liberec (Reichenberg) sind bis Ende April dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Zehntel zurückgegangen, aber es gab schwerwiegendere Folgen. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Polizei hervor, die dem Onlineportal drbna.cz vorliegen. Dafür sind dieses Jahr bereits drei Menschen (2019: ein Fall) bei Unfällen ums Leben gekommen, 13 (2019: zwölf Fälle) erlitten schwere Verletzungen. Die Zahl der leicht Verletzten verringerte sich um 17 auf 254. Auch die Höhe des Sachschadens ging zurück, von 93 auf 57 Millionen Kronen beziehungsweise von rund 3,42 auf 2,01 Millionen Euro.

Insgesamt meldete die Polizei in den vier Monaten 1.303 Unfälle in der Region, gegenüber 1.484 im Vorjahr. "Die häufigste Unfallursache war die falsche Fahrweise", sagt Polizeisprecherin Vladimíra Šrýtrová und nennt diese für 685 Fälle. Dahinter folgt zu schnelles Fahren. Das war bei 154 Unfällen die Ursache. In 75 Fällen spielte Alkohol eine Rolle. Die Unfälle von Radfahrern haben sich fast verdoppelt.

Alle drei Todesfahrten ereigneten sich infolge von frontalen Zusammenstößen zwischen zwei entgegenkommenden Fahrzeugen. Im Februar befanden sich zwei in der Nähe von Bílý Kostel, einer auf der Straße 13 und ein weiter auf der Straße 35. Der dritte tödliche Unfall war Anfang März auf der Straße 14 in der Nähe von Jilemnice. 

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