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Region Schönfeld bietet Beschäftigung

Thiendorf, SchönfeldundLampertswaldehaben sich zu einem starken Wirtschaftsstandort im Landkreis gemausert.

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Von K. Krüger-Mlaouhia & J. Mosch

Wo gibt es prozentual die meisten Arbeitsplätze zwischen Osterzgebirge und oberem Elbtal? – Nicht in der Landeshauptstadt Dresden, sondern an der Autobahn östlich von Großenhain. Im Grundzentrum Lampertswalde–Schönfeld–Thiendorf kommen auf 1000 Einwohner 475 Jobs. Die Gemeinden sind damit auf Platz eins in der Planungsregion, gefolgt von Bad Schandau (439) und Glashütte (424). Zu verdanken haben sie das in erster Linie Kronospan. Der in Lampertswalde ansässige Laminathersteller hat aktuell 620 Beschäftigte, die zu 70 Prozent aus einem Umkreis von 25 Kilometern kommen. Weitere 23 Prozent haben einen 26 bis 45 Kilometer weiten Arbeitsweg.

Im Unternehmen haben auch viele aus der Gemeinde einen Job gefunden. „Wer hier wirklich Arbeit sucht, bekommt auch welche“, sagt Bürgermeister Wolfgang Hoffmann (CDU). Schließlich gibt es nicht nur Kronospan, sondern auch noch Lidl mit 150 Beschäftigten, Netto in Thiendorf mit rund 350 Arbeitsplätzen, Trinks mit mehr als 100 und Grafe-Beton mit ebenfalls rund 100. Neben diesen fünf großen Unternehmen existieren noch 610 kleinere in den fünf Gemeinden des grundzentralen Verbunds, der in diesem Jahr gegründet werden soll. Tauscha und Weißig am Raschütz liegen allerdings weit hinter Lampertswalde und Thiendorf.

„Leuchtturm“ wäre möglich

Mit denen kann auch Schönfeld nicht mithalten. Zumindest im Moment noch nicht. Denn es verdichten sich die Hinweise, dass der Freistaat für das 230 Hektar große Supergewerbegebiet nördlich des Ortes einen Interessenten hat. Und wenn sich dort wirklich ein internationales Hightech-Unternehmen ansiedelt, würden die Gemeinden ihre Spitzenstellung zu einem wahren Leuchtturm ausbauen. Auf die Zahl der Arbeitslosen hat das gute Jobangebot allerdings keine eindeutige Auswirkung. Lampertswalde rangiert mit einer Erwerbslosenquote von 10,4 Prozent noch vor Großenhain (8,3 Prozent). Besser sind da schon Thiendorf mit 5,3 Prozent und Schönfeld mit 3,8 Prozent. Die geringste Quote (3,7 Prozent) hat Tauscha. Das hat den Grund, dass viele Tauschaer zur Arbeit nach Dresden fahren.